Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:42

von Sybille Flek und Bettina Kreuter

Nichts ist auf Schiene. Stillstand beim Projekt eines Verladebahnhofes für Bauschutt des Semmeringtunnels in Schönau. Von einem Aus spricht Wopfinger aber noch nicht.

 |  NOEN, zVg

Stillstand herrscht derzeit beim Projekt eines Verldebahnhofes für das Aushubmaterial vom Semmering-Basistunnelbau zwischen Schönau und Sollenau. Laut Auskunft der ÖBB wird das Aushubmaterial des Semmeringtunnels schon bald auf eine Deponie nach Schönkirchen bei Gänserndorf gebracht. „Von einem Verladebahnhof in Schönau ist in diesen Kreisen zurzeit nichts bekannt“, heißt es seitens der ÖBB auf Nachfrage der NÖN.

Wolfgang Moser, kaufmännischer Geschäftsführer von Wopfinger Transportbeton, vermutet einen Interessenskonflikt zwischen dem Bauherrn und der Rail Cargo. Er hält an seiner Lösung mit dem Verladebahnhof in Schönau und der Deponie in Eggendorf fest: „Wir haben uns entschlossen, die noch notwendigen Vorleistungen zur möglichen Realisierung unseres Projektes zu tätigen.“

Dies sei eine für den Steuerzahler günstige Lösung und würde auch weite Transporte vom Semmering über Wien ins nördliche Niederösterreich verhindern. Für Sollenau sieht es SPÖ-Bürgermeister Stefan Wöckl positiv: „Wenn das Projekt nicht kommt, ist es für die Lebensqualität und die Umwelt gut.“ VP-Gemeinderat Martin Kabicher vermutet: „Die Wopfinger werden die Grundstücke nicht umsonst gekauft und gepachtet haben.“ Für Maximilian Neukirchner vom Bürgerforum ist es wichtig, dass die Gleise der Aspangbahn auf alle Fälle saniert werden.