Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:57

Scholda folgt Maurer. Führungswechsel / Rudolf Maurer brachte in 21 Jahren das Rollettmuseum auf Vordermann, Ulrike Scholda wird in seine Fußstapfen treten. BADEN / Jetzt hat Baden endlich auch eine Frau Direktor – eine Frau Museumsdirektor.

Stadtamtsdirektor Roland Enzersdorfer (l.), ÖVP-Kulturstadtrat Hans Hornyik (2.v.l.) und Bürgermeister Kurt Staska (r.) heißen Ulrike Scholda als neue Leiterin des Rollettmuseums und Nachfolgerin von Rudolf Maurer willkommen.  |  NOEN, zvg

Wechsel an der Spitze des Rollettmuseums. Ulrike Scholda übernimmt die Agenden von Rudolf Maurer, der sich in die Pension verabschiedet. Kaum zu glauben, dass der umtriebige Maurer in ein paar Wochen Pensionist sein soll. Man wird es ihm nicht abnehmen.

Bei der offiziellen Präsentation der neuen Museumsführung musste sich Maurer all seine Leistungen anhören, die er in den vergangenen Jahren als Chef des Rollettmuseums und Stadtarchivs vollbracht hat.
Er, Maurer, habe dem Rollettmuseum nicht nur eine besondere Stellung in Baden verliehen, der Sammlung eine gefällige Präsentation verpasst, sondern er schaffte es auch die anfänglichen 900 Besucher im Jahr auf 5.000 zu steigern. Aber auch die jungen Badener brachte er mit eigenen Kinderführungen ins Museum und schleppte sie auch immer wieder rauf in den Turm des ehemaligen Rathauses von Weikersdorf.

Seit den 80ern wirkt Maurer im Rollettmuseum, anfangs als ehrenamtlicher Mitarbeiter, seit 1994 als sein Leiter. Über sein Erfolgsrezept sagt er in seiner humorig-spitzbübischen Art nur das zu sagen: „Ich durfte zu meinem Amtsantritt das ganze Museum neu gestalten und ich habe mir dabei als Leitlinie jene Kriterien herangezogen, die ich mir auch bei den Aufsätzen meiner Schülerinnen und Schüler gewünscht habe: Am Anfang anfangen, am Ende aufhören und dazwischen eine logische Anordnung erreichen.“ Mit Ulrike Scholda folgt eine Kunsthistorikerin mit reichlich Museumserfahrung.

Neue Direktorin

Ulrike Scholda geboren am 28. Juli 1964 in Wien

ging zur Schule in Traiskirchen (Voklsschule), dann Gymnasium in Baden, Diplomstudium in Kunstgeschichte an der Universität Salzburg (Wahlfächer Publizistik, Italienisch), Doktoratsstudium Kunstgeschichte an der Universität Salzburg Dissertation: „Theorie und Praxis im Wiener Kunstgewerbe des Historismus am Beispiel von Josef Ritter von Storck (1930-1902)“

verheiratet mit dem Apotheker Reinhard Scholda

hat zwei Kinder

verbringt ihre Freizeit mit Kultur, Sport, reisen, Theater und lesen

ihre beruflichen Schwerpunkte sind Vermittlung, Kommunikation und Organisation im Kulturbereich

war tätig im Wien-Museum, im Museum für angewandte Kunst in Wien, im Tiroler Landesmuseum, in der Galerie Menotti und für den Museumspädagogischen Dienst Wien und die Abteilung für Museumspädagogik des Landes Niederösterreich

ist eine freiberufliche Kunsthistorikerin

spricht Englisch, Französisch, Italienisch, etwas Ungarisch und Tschechisch