Erstellt am 22. Februar 2016, 09:18

von Christian Dusek

Sechs Millionen für Wasserversorgung. Vier-Jahres-Programm der Stadt ist 2016 umgesetzt. Investitionen in Wasserver- und entsorgung. Die Kurstadt verfügt über eine eigene Trinkwasserversorgung und ist nicht von externen Lieferungen abhängig.

 |  NOEN, Christian Dusek

Das soll auch so bleiben, weshalb die Stadt sechs Millionen Euro in Erhaltung und Ausbau investiert, wie Bürgermeister Kurt Staska (VP), Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) und Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber (NEOS) bei einem Lokalaugeschein im Wasserwerk am Mittwoch betonten.

Versorgungsleitungen 180 Kilometer lang

Das Badener Trinkwasser kommt aus einem Brunnen in Ebenfurth durch Transportleitungen mit einer Gesamtlänge von 72 Kilometern. Dann teilt es sich auf die Hauptleitungen im Stadtrohrnetz auf – weitere 108 Kilometer. Dazu kommt noch der Abwasserbereich: Das Badener Kanalnetz beläuft sich – ohne die Hausanschlüsse – auf insgesamt 181.500 Laufmeter.

Die Erhaltung und Erweiterung des Netzes ist mit erheblichen Kosten verbunden. In einem Vier-Jahres-Programm (2013–2016) investiert die Stadt insgesamt rund sechs Millionen Euro, jeweils drei in das Trinkwasser- und in das Abwassersystem. Neben Erneuerungen im Leitungsbereich fallen darunter auch Kosten für die Errichtung von Pumpstationen.

2016 erfolgt ein Hauptleitungstausch in der äußeren Helenenstraße, der Trimplinggasse und am Erzherzog Rainer-Ring. Erneuerungen oder Umlegungen des Kanalsystems sind in der Gartengasse, im Bereich Carl-Zellerweg und in der Wimmergasse geplant. „Mit Ende 2016 ist das Programm komplett umgesetzt,“ betont Bürgermeister Staska.

"Konzept für künftige Verbesserungen"

„Wir arbeiten bereits an einem Konzept für künftige Verbesserungen und Ausbaumaßnahmen“, so Vizebürgermeisterin Krismer. Trotz knapper Stadtfinanzen habe man die finanziellen Mittel dafür vorgesehen. Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber erklärt: „In finanziell herausfordernden Zeiten muss die Stadt Prioritäten setzen. Aber Investitionen in die Infrastruktur sind Investitionen in die Zukunft.“

Staska gibt zu bedenken: „Für uns ist es selbstverständlich, dass das Wasser fließt, wenn wir den Wasserhahn aufdrehen. Da steckt aber viel Arbeit unserer Mitarbeiter dahinter – auch wenn es am 24. Dezember einen Rohrbruch gibt.“