Erstellt am 09. Februar 2016, 05:58

Seibersdorf kämpft gegen Zika-Virus. Mit einem neuen Verfahren wird die Verbreitung der Stechmücken nachhaltig bekämpft.

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Das Zika-Virus, das vor allem in Südamerika verbreitet ist, aber auch schon auf Europa übergegriffen hat, könnte durch eine Entwicklung des Institutes für Molekular-Biologie der Seibersdorf Laboratories bekämpft werden.

Bei der neuen Methode handelt es sich um eine Art „Verhütungsmethode für Insekten“, die in Seibersdorf (Bezirk Baden) entwickelt worden ist. Das ZIKA-Virus wird durch infizierte Weibchen übertragen, nur diese stechen Menschen. Die neue Technik richtet sich aber gegen Männchen. Diese werden in großer Zahl durch Bestrahlung unfruchtbar gemacht und dann in einem begrenzten Gebiet in die Freiheit entlassen.

Technik „nachhaltig und umweltfreundlich“

Die Spermien der Männchen sind unfruchtbar und verhindern damit eine Weiterentwicklung der Population. Diese Methode sei absolut umweltfreundlich, aber auch langwierig, sagte IAEA (Internationale Atomenergiebehörde) Experte Aldo Malavasi. „Wir müssen eine Menge produzieren, sie in die Freiheit entlassen und den Erfolg des Projekts überwachen“, hob der Fachmann die Schwierigkeiten hervor.

Die Technik sei „nachhaltig und umweltfreundlich“, es würden keine Tiere getötet. „Die Strahlenmethode ist rein physikalisch“, es gebe dadurch keine genetischen Veränderungen in der Natur und das Programm könne auf Wunsch sofort gestoppt und rückgängig gemacht werden.

Die Technologie kann sofort eingesetzt werden und wurde bereits in mehrere asiatische Länder und nach Mittel- und Nordamerika exportiert.