Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:48

von Stefan Jedlicka

Sensible Sanierung nach Großbrand. Ausgebranntes Biedermeier-Haus wird bis Ende 2016 Caritas, Kinderbetreuung und Wohnungen beherbergen.

Historische Besonderheiten wie diese Deckenverzierung gibt es im Inneren zu entdecken.  |  NOEN, Stefan Jedlicka

Mehrere Stunden lang hatte ein Großbrand in der Nacht von 1. auf 2. Juli 2012 in der Renngasse gewütet. Die Spuren sind am Haus Renngasse 7 noch deutlich zu sehen. Doch die Immobilien Baden GmbH arbeitet nach der notwendigen Abstimmung mit der Versicherung an der Sanierung des Biedermeier-Gebäudes, das künftig das Familienzentrum der Caritas beherbergen soll.

Auch die Kinderbetreuungseinrichtung „Biku Villa“ wird von der Marchtstraße hierher übersiedeln und ihre Fläche verdoppeln. „Es sind Schmuckkästchen wie dieses, die Baden ausmachen. Ich sehe es als wichtige Aufgabe der Immobilien Baden GmbH, solche Bausubstanz zu erhalten“, betont Geschäftsführer Herwig Troyer. In Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt sollen die Arbeiten bis Ende 2016 abgeschlossen werden. Die Caritas wird bereits im Jänner einziehen. „Die Geschichte des Hauses reicht bis in die Gotik zurück“, so Troyer. Im historischen Stöckl im Innenhof entsteht eine Wohnung. Unklar ist noch, was mit dem Dachboden passieren soll. Wohnungen wären denkbar.

Wichtig sei ihm generell der „Erhalt der auch touristisch wichtigen, historischen Bausubstanz in der Innenstadt“, so Troyer. Denkmalgeschützte Stuckarbeiten im Inneren des Gebäudes müssen mit modernen Bürostrukturen in Einklang gebracht werden. „Das ist bei mehreren von uns verwalteten Gebäuden so“, betont der Geschäftsführer. Dies sorge auch für höhere Kosten. „Es geht um die Entwicklung einer hochfunktionellen Immobilie aus einer Brandruine.“

Leidtragender der laufenden Arbeiten ist Antiquitätenhändler Mauthner im Erdgeschoss des Gebäudes. Man bemühe sich, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, verspricht Troyer.