Erstellt am 17. November 2015, 03:43

Start für betreutes Wohnen. Liste Flammer will speziell betreute Mietwohnungen für Senioren in der Bahnstraße realisieren. Junges Wohnen in der Geymüllerstraße soll 2017 begonnen werden.

Die Mitglieder der Liste Flammer um Bürgermeister Christoph Prinz und Vizebürgermeister Gerhard Sevcik auf Klausur in Reichenau an
der Rax. privat
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Zwei Tage lang zogen sich die Mitglieder der Liste Flammer um Bürgermeister Christoph Prinz nach Reichenau an der Rax zurück, um in Klausur Vorhaben für das kommende Jahr zu besprechen. Zwei Großprojekte standen dabei im Zentrum: In der Bahnstraße 13 sollen „betreute Mietwohnungen für Senioren“ entstehen. „Junges Wohnen“ ist in der Geymüllerstraße geplant.

„Da sich die Rahmenbedingungen rund um das Thema Seniorenwohnen in den letzten Jahren massiv geändert haben“, schlage man ein Wohnhaus mit barrierefreien Mietwohnungen vor, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Mitbürger zugeschnitten sind, so Prinz. Sie sollen „für jeden leistbar“ und für unterschiedliche Pflegesituationen geeignet sein.

 "Habe es fachlich und inhaltlich vorgeprüft"

Bewohner können selbst Heimhilfeorganisationen auswählen, ein spezieller „Hausmeister“ soll aber rund um die Uhr erreichbar sein. Die Kosten dafür übernimmt die Stadtgemeinde. Ebenso wie die Vergabe der Wohnungen nach sozialen Kriterien – vorrangig an Personen aus Vöslau, Gainfarn und Großau.

Mit dem Standort Bahnstraße und der Genossenschaft „Heimat Österreich“ als Partner habe man optimale Voraussetzungen für das Projekt gefunden, ist Prinz überzeugt. „Ich habe es fachlich und inhaltlich vorgeprüft und mit den derzeitigen Grundstückseigentümern Gespräche geführt“, berichtet er. Heimat Österreich habe eine bis 31.12. 2015 befristete Kaufoption abgeschlossen. Im Gemeinderat am 10. Dezember soll das Projekt beschlossen werden. Prinz hat bereits Stadtrat, Bau- und Sozialausschuss zu einer Vorbesprechung eingeladen.

Günstige Wohnungen

Für junge Vöslauer will die Liste Flammer günstige Startwohnungen in der Geymüllerstraße schaffen. Zwischen Castelligasse und Geymüllerhalle sollen sie ab 2017 auf Grund der Stadt in unmittelbarer Nähe zu Bahnhof, Schule und Kindergarten entstehen. Prinz möchte dazu einen Planungswettbewerb ausschreiben. „Viele junge Vöslauer müssen derzeit in Nachbargemeinden oder nach Wien ausweichen. Das wollen wir ändern“, verspricht er. Die Wohnungen sollen energieeffizient und barrierefrei sein. Für Singles oder Jungfamilien mit speziellen Förderungen.

Ebenfalls Thema der Klausur der Liste: Der Budget-Voranschlag 2016 für die Stadt. Auch im kommenden Jahr müsse man keine neuen Kredite aufnehmen, betont Finanzstadtrat Thomas Mehlstaub. Die Schulden werden weiter abgebaut. Schon jetzt liege die Pro-Kopf-Verschuldung in Vöslau deutlich unter dem österreichweiten Durchschnitt.