Baden

Erstellt am 19. Juli 2016, 05:47

von Stefan Jedlicka

Sicherheit im Bad: Gratiseintritt für Polizisten. Gratis-Eintritt ins Badener Strandbad für Polizisten, die dafür im Ernstfall eingreifen. FPÖ will mehr Personal.

Das tropische August-Finale hat die Saison im Strandbad Baden doch noch gerettet.  |  NOEN

Freien Eintritt ins Strandbad erhalten Beamte von Stadt- und Bundespolizei Baden, wenn sie sich im Gegenzug bereit erklären, ein wachsames Auge auf die Vorgänge im Bad zu werfen. Nach Wiener Vorbild hat Bürgermeister Kurt Staska (VP) eine entsprechende Vereinbarung mit der Exekutive getroffen. Die Polizisten können demnach auch in ihrer Freizeit und in Zivil das Strandbad kostenlos benützen.

„Aber nur wenn sie sich beim Eintritt sozusagen anmelden und gegebenenfalls eingreifen, sollte es zu verdächtigen oder gefährlichen Situationen kommen“, betont Staska.

FPÖ fordert zusätzliche Bademeister

Zum Thema „Sicherheit in den städtischen Bädern“ forderte die FPÖ Baden in der jüngsten Gemeinderatssitzung per Dringlichkeitsantrag die Einstellung von zwei zusätzlichen Bademeistern für die Saison 2016. Als Begründung werden „Berichte über sexuelle Übergriffe und Belästigungen an Frauen und Kindern in österreichischen Bädern“ angeführt.

Im Antrag: „Diese Übergriffe werden oft von Männergruppen, aber auch von Einzelnen begangen. Es ist daher notwendig, Frauen und Kindern in den städtischen Bädern größtmöglichen Schutz zu bieten. Aus diesem Grund wäre es notwendig, die Zahl der Personals zu erhöhen, sodass Mitarbeiter auch die Möglichkeiten zu verstärkten Kontrollgängen, auch in eher abseits gelegene Bereiche der Bäder, haben, um Sexualtätern keine Rückzugmöglichkeiten zu bieten.“

Der Dringlichkeitsantrag der FPÖ wurde nur von Teilen der Bürgerliste „wir badener“ unterstützt. Die Mehrheit – ÖVP, Grüne, NEOS, SPÖ und die „wir badner“-Gemeinderäte Wolfgang Trenner, Hannes Unger, Gernot Klema und Peter Böö – lehnten ihn ab.