Erstellt am 21. Juni 2016, 05:45

von Thomas Lenger

Volksbefragung am kommenden Sonntag. Match Reinfrank gegen Reinisch geht in die nächste Runde. Nun ist die Bevölkerung am Zug. Sorge um Beteiligung.

Um ihn geht es: der Wally Neuzil Platz bei der Billa-Filiale.  |  NOEN, Lenger

Wie die NÖN bereits berichtete, kommt es nach einem Initiativantrag und einem Gemeinderatsbeschluss vom 11. Mai zur Volksbefragung in Tattendorf. Konkret geht es um ein unter dem ehemaligen Bürgermeister Dieter Reinfrank (SPT-Sozaldemokratische Partei Team Dieter) geplantes und beschlossenes Bauprojektes am Wally Neuziel Platz. Außerdem um ein Alternativprojekt der jetzigen Gemeindeführung unter Bürgermeister Alfred Reinisch von der Unabhängigen Liste (UHL) sowie dem Koalitionspartner ÖVP.

An kommenden Sonntag sind nun die Tattendorfer Bürger aufgerufen, drei Fragen dazu zu beantworten. „Für mich ist das Ergebnis dieser Volksbefragung bindend“, so Reinfrank. „Ich sehe es als selbstverständlich an, mich daran zu halten, was die Bürger entscheiden und werde es daher, auch wenn sich die Bürger gegen unsere Pläne entscheiden, akzeptieren“, so der ehemalige Bürgermeister und jetzige geschäftsführende Gemeinderat.

Mandatare entscheiden über Projekt 

Bürgermeister Reinisch macht sich indes Sorgen um die Wahlbeteiligung: „Wir müssen jetzt einmal abwarten, wie viele Bürger zu dieser Abstimmung gehen und wie sie sich entscheiden“, so Reinisch, der sich nicht festlegen möchte, ob und ab welcher Höhe das Ergebnis für ihn bindend ist.

„Wir werden nach der Volksbefragung im Gemeinderat entscheiden, wie wir damit umgehen und weiter vorgehen“, so der Bürgermeister, der mit seinem Koalitionspartner über eine Mehrheit im Gemeinderat verfügt. Man werde, trotz der Volksbefragung, die politischen Mandatare über das Projekt entscheiden lassen.

Reinisch gibt aber zu, dass man sich bei einer hohen Wahlbeteiligung und einem eindeutigen Ergebnis nur schwer gegen den Willen der Bevölkerung richten könne. Mit Plakaten, Transparenten und noch einigen Informationsveranstaltungen wollen sowohl Reinisch als auch Reinfrank bis zum Sonntag noch für ihre Anliegen werben.