Erstellt am 10. Mai 2016, 05:24

von Stefan Jedlicka

Trabrennplatz: Ärger in der Hundezone. SP-Klubchef Meszaros-Bartak und Stadträtin Heidi Hofbauer wollen Auslaufzone am Parkplatz retten. Gespräch mit Betroffenen.

Stadträtin Heidi Hofbauer und Klubobmann Marcus Meszaros-Bartak in der Hundeauslaufzone beim Trabrennplatz.  |  NOEN, Foto: privat

BADEN | Es ist sozusagen eine inoffizielle Hundeauslaufzone, die von der Stadtgemeinde am Parkplatz vor der Trabrennbahn in der Mühlgasse geschaffen wurde. Doch das Projekt droht zu scheitern. SPÖ-Klubobmann Marcus Meszaros-Bartak und Stadträtin Heidi Hofbauer haben daher nun Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) um ein Gespräch mit allen Beteiligten vor Ort gebeten.

Der südseitige Teil des Bereiches, mit Einfahrt von der Mühlgasse her, wird vor allem als Parkplatz genützt. Der Rest steht Hundebesitzern für Ausflüge mit ihren vierbeinigen Gefährten zur Verfügung. „Das Modell beruht aber auf gegenseitiger Rücksichtnahme. Die Zone ist nicht extra gekennzeichnet“, bestätigt Staska. Deshalb komme es immer wieder zu Konflikten. „Spaziergänger oder Jogger fühlen sich durch Hunde gestört, Hundebesitzer durch Autofahrer“, so Staska.

„Ein Schritt in die richtige Richtung“

Hofbauer hat beobachtet: „Die Fläche wird aber auch zwischen den Renntagen als Parkplatz immer stärker genutzt. Dieser Nutzungsmix führt teilweise zu neuen Problemen und birgt Gefahren für Hunde, Hundebesitzer und Autofahrer.“ Durch die Bitten zahlreicher Hundebesitzer veranlasst habe sie sich daher nun die Situation angesehen. Hofbauer und Meszaros-Bartak, beide selbst Hundebesitzer, können die Sorgen nachvollziehen.

Die Stadträtin hat daraufhin Bürgermeister Kurt Staska gebeten, einen Besprechungstermin zu koordinieren. „Die gemeinsame Besprechung ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Da es in Baden so wenig Möglichkeiten für Hundezonen gibt, wäre es wünschenswert, hier eine sichere Zone zu schaffen“, hofft Hofbauer auf eine Einigung.
 


Doch Bürgermeister Staska stellt klar: „Eine komplette Umzäunung des Areals ist ausgeschlossen, weil es natürlich auch weiterhin als Parkplatz zur Verfügung stehen muss. Eine mögliche Alternative wäre zum Beispiel ein Zaun an der Nordseite oberhalb der Kassa und ein Schranken an der Durchfahrtsstraße.“ Bei der Besprechung vor Ort gehe es jetzt darum, einen Kompromiss zu finden. „Wenn das nicht gelingen sollte, dürfen Hunde dort in Zukunft nicht mehr laufen.“
Hundezonen existieren in Baden derzeit im Helenental im Bereich des Holzrechenplatzes und entlang der Schwechat beim ASV-Sportplatz.