Erstellt am 13. Mai 2016, 05:24

von Andreas Fussi

Die Stadtverwaltung wird professioneller. Zum zweijährigen Amtsjubiläum präsentiert Bürgermeister ersten Stadtgemeinde-Juristen und Expertin für Öffentlichkeitsarbeit.

Bilanz-PK im historischen Waggon: Der neue Stadtjurist Gerhard Steger, Stadträtin Sandra Akranidis-Knotzer, Bürgermeister Andreas Babler, Stadtrat Helmuth Hlavacek, die neue Öffentlichkeitsarbeiterin Irene Kari und Lehrling Chiara Schaub.  |  NOEN, Foto: Fussi

Anlässlich seines zweijährigen Amtsjubiläums lud SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler vorigen Mittwoch an einem ungewöhnlichen Ort zur Pressekonferenz – in einem historischen Waggon der Badner Bahn, am Areal des Traiskirchner Stadtmuseums. Neben einer kurzen Arbeitsbilanz und dem Ausblick auf bevorstehende Projekte stellte der Stadtchef dabei personelle Neuerungen in der Stadtverwaltung vor.

Konkret erklärte Babler, dass nach einigen Gesprächen nun endlich ein Verwaltungsjurist gefunden wurde. Es handelt sich um Rechtsanwalt Gerhard Steger und mit ihm um „einen Schritt zur Modernisierung der Verwaltung“, wie Babler betont. Bislang habe die Stadtgemeinde keinen Juristen in ihren Reihen gehabt, was bei anderen Ortschefs oft für Verwunderung gesorgt habe. Weiters hat der Bürgermeister mit Irene Kari Unterstützung für die Öffentlichkeitsarbeit gefunden. „Die genaue Aufgabenstellung wird noch vorbereitet“, kündigt er an.

„Die jüngste Stadt von Niederösterreich“

Als größte Herausforderung in seiner bisherigen Amtszeit bezeichnet Babler die Flüchtlingssituation im Vorjahr, eine Dimension wie sie bislang unvergleichbar war. Babler dankte den vielen Partnern, die zur Unterstützung bei der Betreuung der Flüchtlinge bereit waren, etwa viele örtliche Vereine. „Es galt und gilt ja 600 unbegleitete Minderjährige zu betreuen.“ Er sei fast täglich mit der Polizeiinspektion in Kontakt. Mit dem neuen Innenminister wolle er den Dialog aufnehmen, um den Belegstand in der Betreuungsstelle „nachhaltig zu senken“.

An neuen Projekten nannte Babler intensive Verhandlungen mit den Wiener Lokalbahnen bezüglich einer Haltestelle der Badner Bahn in Wienersdorf beim Semperit-Gelände. „Wo sich nicht zuletzt dank meiner Initiativen wieder einige namhafte Betriebe angesiedelt haben und wo daher viel Frequenz herrscht“, wie er betonte. Außerdem wolle er weiterhin ein eigenes Gymnasium nach Traiskirchen bringen. Ein Areal im Zentrum stünde dafür bereit, die Schülerzahlen würden stimmen. Alleine vier erste Klassen könnte man mit Traiskirchner Schülern besetzen.

Besonders freut Babler, dass Traiskirchen aktuell bei den bis 15-Jährigen „die jüngste Stadt von Niederösterreich“ sei. 765 Kinder in der Kleinkinderbetreuung und 1.160 in den Schulen ergebe fast 1.900 Kinder in den Bildungseinrichtungen der Stadt. Auch der Ausbau der Kindergärten und Krabbelstuben gehe unvermindert weiter.