Erstellt am 27. Januar 2016, 05:03

von Andreas Fussi

Babler bei Konferenz. Private Initiative von Patricia Kahane, André Heller und Andreas Babler diskutierte Lösungen in Flüchtlingsfragen.

Bürgermeister Andreas Babler hat die Konferenz mit Patricia Kahane, Präsidentin der Karl Kahane Stiftung und Multimedia-Künstler André Heller privat initiiert.  |  NOEN, Foto: Daniel Novotny

SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler ist omnipräsent. Nach seinem Auftritt bei der Puls4-Sendung „Gültige Stimme“ mit Top-Kabarettist Roland Düringer (siehe Zitate), war er nun gefragter Gesprächspartner als Mitinitiator der Internationalen Bürgermeister-Konferenz N-O-W in Wien.

Dabei trafen sich am Donnerstag und Freitag in einer großen Montagehalle der ÖBB etwa 20 Bürgermeister aus zehn Ländern – vom Libanon, über die Türkei und Mazedonien bis nach Österreich und Deutschland – erstmals in Wien, um plausible Lösungen für das Zusammenleben mit Flüchtlingen in ihren Städten zu formulieren. Unterstützt wurden Sie dabei von über 30 nationalen und internationalen NGOs, mehr als 50 Experten aus Europa und dem arabischen Raum sowie persönlich Betroffenen. Insgesamt versammelten sich an den beiden Konferenztagen rund 150 Teilnehmer.

„Bitte lasst uns nicht alleine“ 

Die Bürgermeister tauschten Erfahrungen aus und brachten Beispiele erfolgreicher Projekte auf lokaler Ebene. Die Teilnehmer waren sich einig, dass für ein konfliktfreies Zusammenleben mit Flüchtlingen vom ersten Tag an Sprachkurse und sinnvolle Beschäftigung angeboten werden müsse.

Spyros Galinos, der Bürgermeister von Lesbos (Griechenland), appellierte, die menschlichen Schicksale nicht auszublenden: „Wir müssen uns fragen, was Eltern dazu bewegt, ihr zehnjähriges Kind alleine in ein Schlauchboot zu setzen, obwohl sie nicht wissen, ob es dort ankommt? Wie verzweifelt müssen sie sein?“
Bürgermeister Andreas Babler fasste das gemeinsame Anliegen der teilnehmenden Bürgermeister mit dem Satz „Bitte lasst uns nicht alleine“ zusammen. Er verwies auf nötige Folgeaktivitäten, um die bei dieser Konferenz entstandenen Kontakte in Zukunft weiter zu vertiefen.

„Meine bisherige Erfahrung mit großen Projekten ist, dass sie zur Tat schrumpfen. Diesmal hat das Ergebnis die Erwartungen bei weitem übertroffen“, so Mitinitiator André Heller.