Kaumberg

Erstellt am 10. August 2016, 03:27

von Elfi Holzinger

Föhren in Gefahr. Das Wetter begünstigt ein Pilzwachstum, das die Schwarzföhren gefährdet. Doch nun rückt man ihm zu Leibe.

Herbert Kohlross, Regionsmanagerin Elisabeth Hainfellner und Thomas Appel kämpfen gegen das Föhrensterben.  |  noen, Holzinger. Presse

Vielen Experten bereitet derzeit ein Pilz namens „Diplodia Sapinea“ große Sorgen. Dieser Pilz gefährdet den heimischen Föhrenbestand und ein „Leader-Projekt“ soll nun Klarheit schaffen.

Bei genauer Betrachtung der Schwarzföhren fallen die braunen Nadeln, bis hin zu abgestorbenen Bäumen auf. Der Schädling verursacht vor allem an Schwarzkiefern im pannonischen Klimabereich große Schäden. Bei schwachem Befall beschränken sich die Auswirkungen auf ein Absterben der Triebe. Sind die Kiefern allerdings bedeutender geschwächt, so erfolgt die Pilzinfektion an der Basis von Kronenästen.

Teile der Kronen sterben innerhalb weniger Monate ab und das Holz verliert enorm an Wert. Der Pilz griff aufgrund der Wetterbedingungen in den letzten Jahren – viel Regen im Frühling und trockene Sommer – auch im Triestingtal rasant um sich und nun sind ganze Waldflächen davon betroffen.

Föhrensterben führt zu finanziellen Einbußen

Herbert Kohlross, Geschäftsführer der Waldholz GmbH und der Obmann der Waldwirtschaftsgemeinschaft, Thomas Appel, beobachten das Föhrensterben mit Sorge und rechnen mit erheblichen finanziellen Einbußen. „Die befallenen Bäume müssen auf jeden Fall gefällt werden, um den Pilzbefall so großflächig wie möglich einzudämmen. Nachpflanzen sollte man möglichst Mischgehölze, die von diesem Pilz verschont bleiben“, so Appel.

Die „Leader Region Triestingtal“ und die „Leader Region NÖ-Süd“ startete nun gemeinsam ein aus EU-Mitteln gefördertes Projekt, um dem Pilz mit namhaften Wissenschaftlern auf den Leib zu rücken. Nach Erhalt einer 70-prozentigen Förderungszusage wird nun gespannt auf erste Ergebnisse gewartet.

Denn laut Plan des Landes soll die Schwarzföhre in den kommenden Jahren wesentlich zur touristischen Wertschöpfung in der Region beitragen. So soll vor allem das Handwerk der Pecherei erlebbar gemacht werden. Niederösterreich fördert diese Maßnahme mittels „ecoplus“-Regionalförderung unter Einbindung von EU-Kofinanzierungsmitteln.