Erstellt am 08. März 2016, 01:59

Vater und Sohn als Räuber verurteilt. Vater soll mit seinem Sohn Bekannten der Familie beraubt und bedroht haben.

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Vater und Sohn mussten am Landesgericht Wiener Neustadt nebeneinander auf der Anklagebank Platz nehmen. Die beiden sollen einen Bekannten der Familie ausgeraubt haben. Beide stritten die Tat beim Prozess vehement ab.

Er habe ihnen Geld geschuldet, meinten sie zum Richter. Beraubt hätten sie ihn nicht. Die Anklage warf den beiden vor, ihm zahlreiche wuchtige Schläge und Tritte versetzt zu haben. Mit den Worten „Soll ich deine Finger schneiden“ hätten sie ihm das Bargeld, ein Handy und ein Tablet weggenommen.

Um den Mann davon abzuhalten, Anzeige zu erstatten, hätten ihn mit dem Messer bedroht. „Außerdem haben sie ihm gesagt, sie würden ihn mit einer Zange ins Ohrläppchen zwicken, wenn er sie bei der Polizei anzeige“, meinte die Staatsanwaltschaft.

"Mandant wird sich entschuldigen"

Der vierfache Vater zeigte sich entsetzt über die Anzeige. Das Geld habe ihnen zugestanden. „Die Nötigung, nicht zur Polizei zu gehen war ein Fehler, mein Mandant wird sich entschuldigen“, beteuerte der Rechtsanwalt des Vaters. Der Bursche war aus Serbien, wo seine Geschwister leben, zu seinem Vater nach Österreich gezogen, der mit einer Frau eine neue Familie hier gegründet hat.

„Ich wollte hier zur Schule gehen und habe in der Zwischenzeit bei meinem Vater mitgearbeitet“, erzählte der Bursche. Er wurde zu einer teilbedingten Haftstrafe verurteilt, sein Vater muss fünf Jahre hinter Gitter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.