Erstellt am 18. Januar 2016, 09:49

von Tina Jedlicka

„Vergewaltigung“ durch Schwarzafrikaner nur ausgedacht. Frau behauptete, von drei Schwarzafrikanern bei einem Supermarkt in Traiskirchen vergewaltigt worden zu sein: Erlogen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - BilderBox.com (Erwin Wodicka - BilderBox.com)

Der Vorfall ereignete sich im August 2015. Eine zweifache Mutter erstattete Anzeige, weil drei Schwarzafrikaner versucht hätten, sie zu vergewaltigen. Die Ermittlungen der Polizei ergaben jedoch rasch, dass die Frau sich alles nur ausgedacht hatte.

Einen aus Trio geküsst – die anderen beteiligten sich

„Ich hatte Streit mit meinem Freund und bin weggegangen. Bei einem Supermarkt habe ich dann drei Männer getroffen“, erzählte die Frau nun im Prozess vor Richterin Theresa Scherrer. Sie habe begonnen, einen der drei zu küssen, die anderen hätten sich beteiligt.

Als die drei Männer mehr wollten, sei ihr das aber zu weit gegangen. „Ich habe ‚Stop‘ gesagt, da haben sie aufgehört und sind weggegangen“, erinnerte sie sich weiter.

Da sie sich plötzlich unwohl in der Situation gefühlt habe, habe sie zu weinen begonnen. Ein Passant sah die drei Männer weggehen und fragte die Frau, ob er ihr helfen könne. Dann kam auch noch ihr damaliger Freund hinzu, der sich auf die Suche nach ihr gemacht hatte und fragte, was passiert sei.

„Habe damals schweres Alkoholproblem gehabt“

Die Frau verständigte die Polizei, behauptete, dass die drei Männer versucht hätten, sie zu vergewaltigen.

„Ich habe damals ein schweres Alkoholproblem gehabt“, erklärte die Frau der Richterin. Jetzt sei sie trocken, denn sie habe auch ihre Kinder schon lange nicht mehr gesehen und wolle das ändern. „Ich möchte mein Leben wieder in den Griff bekommen“, beteuerte sie.

Richterin Scherrer zeigte sich ein wenig skeptisch: „Sie haben bei ihrer Aussage ganz klar gesprochen und detailliert geschildert, wie die Sache abgelaufen sein soll“, zweifelte sich an einer starken Alkoholisierung. Die Angeklagte konterte, dass das bei ihr immer so sei, wenn sie Alkohol konsumiere.

Im Rauschzustand wirke sie klar, am nächsten Tag wisse sie oft gar nicht mehr, was sie gesagt oder getan habe. Die Frau wurde zu acht Monaten bedingter Haft sowie zu einer Geldstrafe von 480 Euro verurteilt, um die Chance zu haben ihr Leben wieder zu ordnen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.