Erstellt am 15. März 2016, 05:44

von Stefan Jedlicka

Verkehrskonzept: Neue Einbahnen und Tempolimits?. Stadt lässt rollenden und ruhenden Verkehr durchleuchten. Auch Bürger-Wünsche werden überprüft.

Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber, Stadtrat Rudolf Gehrer und Gemeinderätin Martina Nouira-Weißenböck (v.l.).  |  NOEN, Foto: Jedlicka

Die Stadtregierung lässt Badens Verkehrskonzept überarbeiten. „Der gesamte ruhende und fließende Verkehr wird über mehrere Monate hin überprüft“, gab Stadtrat Rudolf Gehrer (VP) bekannt. Auch alle Anregungen, die von Bürgern im Laufe der letzten Jahre geäußert worden seien, wolle man unter die Lupe nehmen lassen.

„Zum Beispiel Wünsche nach Einbahnen oder Tempolimits in einzelnen Straßen“, so Gehrer. So etwa in der Palffygasse. Das Ergebnis des Evaluierungsprozesses werde im Spätherbst vorliegen. Die Kosten betragen 110.000 Euro. „Wir bekommen dafür eine Förderung der Stadterneuerung“, sagt Gehrer.

Insgesamt investiert die Stadt im Jahr 2016 rund 2,5 Millionen Euro in Straßen- und Gehsteigsanierungen. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Neugestaltung des Brusattiplatzes und die Sanierung der Löwenbrücke. Letztere werde noch weitere 705.000 Euro kosten, sagt Gehrer. Zusätzlich zu den bereits ausgegebenen 283.000 Euro. Ziel sei, die Sanierungsarbeiten im Juni abzuschließen.

Schwerpunkt e-Mobilität 

Weiter investiert wird außerdem in den Ausbau des Badener Radwegenetzes, das derzeit eine Gesamtlänge von über 20 Kilometern hat. Heuer steht der Abschnitt durch die Haidhofsiedlung auf dem Programm.
Der Zuschuss der Stadt zum Citybus betrug im Jahr 2015 429.000 Euro. Den Schwerpunkt e-Mobilität betont Gemeinderätin Martina Nouira-Weißenböck (Grüne): „Das ist ganz klar die Technologie der Zukunft.“

Informieren können sich Badener über dieses Thema am 16. März im Kurpark. Da machen aktuelle Elektro-Automodelle im Rahmen der „Green Mobility Challenge“ der FH Campus Wien von 11.30 bis 14 Uhr Station. Im Zuge der Autoschau am 16. und 17. April wird es am Theaterplatz eine Präsentation von Elektroautos geben.

In Sachen Verkehrssicherheit wolle man besonders für Kinder Initiativen setzen, betont Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber (NEOS): „Die Stadtpolizei wird in allen Kindergärten und Schulen Verkehrserziehung durchführen. An jedem Schultag werden Stadt- und Bundespolizei an jeweils sieben wechselnden Stellen im Stadtgebiet Schulwegsicherung betreiben. Dazu kommen insgesamt acht Termine für Fahrradcodierungen durch die Stadtpolizei.“