Baden

Erstellt am 23. Januar 2018, 05:24

von Andreas Fussi

Grüner Wahlkampf auf „Gedeih & Verderben“. Grünen setzen alles auf eine Karte – Helga Krismer haftet sogar mit 450.000 Euro. Öffis und Jugend als Bezirksthemen.

Stephan Bartosch und Helga Krismer setzen auf das 75-Euro-Studiticket und den Ausbau der Nachtbusse im Bezirk.  |  NOEN, Fussi

Unermüdlich im Einsatz ist Badens Grüne-Vizebürgermeisterin Helga Krismer, Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl im Land und im Bezirk. Sie tourt durch das ganz Land und auch über der Grenze, zuletzt etwa in Tschechien, um gegen das grenznahe Atomkraftwerk Dukovany zu kämpfen. Am Samstag skizzierte sie im Cinema Paradiso die Grünen Themen für den Bezirk Baden.

„Es geht um Gedeih und Verderb der Grünen“

Sie setze alles auf eine Karte, hafte etwa privat mit einer 450.000-Euro-Bürgschaft für den Wahlkampf. Einen Plan B gebe es nicht, sie kämpfe leidenschaftlich, damit die Grünen wieder in den Landtag einziehen. „Es geht um Gedeih und Verderb der Grünen“, so Krismer. Der Wiedereinzug stehe an der Kippe. Sie ruft allen in Erinnerung, die bei der Nationalratswahl taktisch gewählt haben, dass sie mit ihrer Stimme etwas anderes als gewollt bewirkt haben. Krismer verspricht, der gesamten Landesregierung auf die Finger zu schauen – das gehe nur mit den Grünen. Nur die Grünen hätten auch bislang aufgepasst und aufgedeckt.

Im Bezirk Baden liege ihr der öffentliche Verkehr besonders am Herzen, etwa der Busausbau Richtung Ebreichsdorf und Alland oder dass künftig am Bahnhof Vöslau mehr Busse stehe bleiben. Auch das Thema Glyphosat sei ihr wichtig. An die Bauernschaft im Bezirk appelliert sie, auf solche Pestizide zu verzichten. Das sei möglich.

Auszeit für Wahlkampf

Aktiv einbringen möchte sich auch Stephan Bartosch, Nummer 2 der Grünen im Bezirk. Der junge Betriebswirtschaftsstudent aus Tribuswinkel hat sich für den Wahlkampf eine Auszeit genommen und setzt sich für Studierende-Tickets um 75 Euro im Semester nach Wiener Vorbild ein. Auch „ein sinnvolles Nachtbussystem“ wäre wichtig, vor allem in der Region um Oberwaltersdorf, von wo er stammt. Außerdem setze er sich für konsumfreie Zonen in kleinen Gemeinden ein, wo auch Kinder im Alter von zwölf, 13 Jahren sich treffen können.