Weigelsdorf

Erstellt am 11. November 2017, 05:04

von Thomas Lenger

Streit um Errichtung einer „E-Tanke“. FP-Stadtrat wettert gegen den Neubau einer E-Tankstelle in Weigelsdorf: „Zu teures Prestigeobjekt“. Ortchef Kocevar kontert.

Die umstrittene Baustelle.  |  NOEN, Stadtgemeinde Ebreichsdorf

„Eine der teuersten E-Tankstellen Österreichs errichtet die rot-schwarze Stadtregierung in Weigelsdorf“, so der Vorwurf von FP-Stadtrat Markus Gubik. „Knapp 81.500 Euro wird sie vorläufig kosten. Das Prestigeobjekt der Genossen wird und wird nicht fertig.“ Laut Gubik soll die Tankstelle niemals wirtschaftlich betrieben werden können und er sieht die die SPÖ auf „Kriegsfuß mit der Wirtschaft“.

SPÖ auf „Kriegsfuß mit der Wirtschaft“?

„Ich will auf die billige Polemik des Kollegen Gubik gar nicht weiter eingehen“, kontert SP-Bürgermeister Wolfgang Kocevar. Dennoch ist es ihm ein Anliegen, seine Sicht der Dinge darzulegen: „Fakt ist, dass wir die Tankstelle nach den Feiertagen fertigstellen werden und sie eine der modernsten Anlagen Österreichs sein wird. Die starke Fundamentierung liegt daran, dass wir eine Photovoltaik-Konstruktion auf das Dach montieren, die aus statischen Gründen entsprechend dimensioniert sein muss. Und zu den Vorwürfen, dass sich die Tankstelle niemals rechnet, mag Gubik recht haben. Fakt ist aber auch, dass wir wieder einmal Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Innovation sind und ich bin davon überzeugt, dass wir als Gemeinde auch eine wichtige Vorbildfunktion haben“, so der Bürgermeister.

Vieles, was die Gemeinden investieren, rechne sich nicht. „Wir sind ja auch kein gewinnorientiertes Unternehmen. Die Mehrheit im Gemeinderat ist davon überzeugt, dass die Elektromobilität die Technik der Zukunft ist und Ebreichsdorf geht hier einen klaren Weg. Das sind wir der Umwelt und unseren Nachfahren schuldig“, so der Ortschef.