Weissenbach an der Triesting

Erstellt am 23. Mai 2017, 05:01

von Elfi Holzinger

Hund vergiftet: Familie trauert um Luke. Ein Köder, der mit Rattengift versetzt war, besiegelte das traurige Schicksal von „Luke“, der daraufhin qualvoll verendete.

Andrea Vondracek zeigt ein Bild von Luke, der nach der Aufnahme von Rattengift qualvoll verendete.  |  Holzinger.Presse

Eigentlich sollte es für die Familie Vondracek ein schöner Tag werden, dabei endete er in einer Tragödie.

Man freute sich schon auf den Besuch der beiden kleinen Enkelkinder und Haushund „Luke“ begrüßte die zwei wie immer sehr freudig. Doch ganz plötzlich bemerkte Frauchen Andrea, dass Luke bedenklich taumelte. Sie reagierte sofort und brachte ihren Liebling zum nächsten Tierarzt, der sie an eine Tierklinik weiter verwies.

Hund verendete qualvoll an Rattengift

Dort wurde eindeutig eine schwere Vergiftung diagnostiziert und Luke ging es inzwischen immer schlechter. Der zuvor stets unternehmungslustige achtjährige Familienhund verendete unter großen Schmerzen. Ein qualvolles Ende für den geliebten Hausgenossen und ein schreckliches Erlebnis für die ganze Familie.

Die Familie reagiert mit Wut und Trauer: „Luke nahm laut Aussage des Tierarztes eindeutig Rattengift auf. Nachdem wir die letzten paar Tage mit ihm nicht fortgefahren waren und er sich nur zu Hause aufhielt, kann er das Gift nur in unserem Garten gefressen haben. Was ist das bloß für ein Mensch, der in fremden Gärten Gift auslegt? Wem haben wir oder unser Hund etwas getan? Nicht auszudenken, wenn das Gift eines unserer zweijährigen Enkelkinder auch nur angegriffen hätte.“

Die Hundebesitzer fanden jedenfalls offensichtliche Spuren eines Einbruchversuchs und sie vermuten, dass man Luke mit dem Gift einfach ausschalten wollte. Andrea Vondracek erkundigte sich nach diesem tragischen Vorfall bei einer Schädlingsbekämpfungsfirma genau über die Wirkungsweise von Rattengift. In herkömmlicher Form, ohne dass es mit Wurst, Fleisch oder dergleichen „verfeinert“ wurde, wird es von einem Hund oder einer Katze nicht gefressen, da es mit Bitterstoffen versetzt ist, um genau das zu vermeiden. Weiters muss die Dosierung mindestens fünf Gramm pro Kilogramm Körpergewicht betragen, um den Tod herbeizuführen.

Giftmenge muss sehr groß gewesen sein

Lukes Körpergewicht betrug 25 Kilogramm. „Also muss es sich um eine beträchtliche Giftmange gehandelt haben“, so Lukes Frauchen. „Ich appelliere an alle Tierbesitzer, sofort auf die kleinste Veränderung ihres Lieblings zu reagieren und gleich einen Tierarzt aufzusuchen. Ich möchte unbedingt alle anderen Hunde- und Katzenhalter und die Vierbeiner vor einer solchen Tragödie bewahren.“

Der Vorfall wurde natürlich bereits zur Anzeige gebracht und die Polizeibeamten ersuchen die Bevölkerung, eventuelle verdächtige Beobachtungen bei der Weissenbacher Polizeidienststelle zu melden.