Erstellt am 31. März 2016, 05:14

von Stephanie Pirkfellner

Wertvolle Malerei. Die Altenmarkter Wallfahrtskirche wird renoviert und so erhält auch ein spätmittelalterliches Fresko eine Auffrischungskur.

Detailaufnahme des Freskos.  |  NOEN, DIETMAR HOLZINGER

Wie die NÖN bereits berichtete, wird die bekannte Wallfahrtskirche renoviert. Die Kirche wirkt allerdings auf den ersten Blick nicht so spektakulär wie jene am Hafnerberg oder Klein-Mariazell. Und doch ist sie ein ganz besonderes Baujuwel mit vielen bedeutsamen Kostbarkeiten.

Die Altenmarkter Wallfahrtskirche gehört zu den ältesten Kirchen im oberen Triestingtal. Sie wurde im Jahr 1260 erstmals erwähnt und gehörte anfangs zum Stift Klein-Mariazell und wurde während der Regantschaft von Kaiser Joseph II eine eigene Pfarre. Aus dem aufgelösten Karmeliterkloster in Wiener Neustadt erhielt man zu jener Zeit den um das Jahr 1720 errichteten Hochaltar mit einem Bildnis der heiligen Elisabeth und vielen geschnitzten Engeln, die nach der Restaurierung ebenfalls in neuem Glanz erstrahlen werden.

Im Rahmen der Renovierung wird auch die spätmittelalterliche Wandmalerei aus der Zeit um 1500 im Altarraum restauriert. Das Fresko, welches das Weltgericht darstellt, zeigt zwei Engel mit Posaune. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um die ältesten Engel im Triestingtal handelt. Die Spuren des Spätmittelalters sind auch heute noch ganz deutlich am schönen Netzrippengewölbe, dem Chor mit den gotischen Fenstern und der Kanzel zu erkennen.