Erstellt am 31. Dezember 2015, 05:03

von Franz Putz

Zwist um Wohnbau. In Tattendorf ging es bei der Sitzungheiß her. Budget wurde von der SPÖ nicht angenommen.

Bürgermeister Alfred Reinisch (UHL)  |  NOEN, Sybille Flek

Die letzte Gemeinderatssitzung in Tattendorf wurde mit Spannung erwartet, waren doch bei der für Mitte Dezember anberaumten Sitzung von der SPÖ Team Dieter nur zwei von neun Mandataren anwesend. Dadurch war keine Beschlussfähigkeit gegeben und es musste um zwei Wochen vertagt werden.

Um 19 Uhr wollte UHL-Bürgermeister Alfred Reinisch wie geplant starten, wieder nur mit den Mandataren von Bürgerliste und Volkspartei.

Mit zwei Minuten Verspätung trafen dann doch noch sechs Mandatareder SPÖ ein. Beim zweiten Anlauf wäre der Gemeinderat auch ohne SPÖ beschlussfähig gewesen.

Von vorweihnachtlicher Stimmung keine Spur

Der Voranschlag des nächstjährigen Gemeindebudgets kam nach heftigem Wortwechsel zwischen Thomas Wöber (ÖVP) und Dieter Reinfrank (SPÖ) dann zur Abstimmung und wurde mit fünf Gegenstimmen und einer Stimmenthaltung (alle SPÖ) beschlossen. Der nächste heftig diskutierte Tagesordnungspunkt war die geplante Flächenwidmung eines Grundstückes gegenüber des Gemeindeamtes, um dort ein Wohnbauprojekt zu realisieren.

Das von Dieter Reinfrank noch als Bürgermeister angestoßene Projekt an einem anderen Standort erscheint der neuen Regierungsmannschaft zu groß, weswegen dieses Grundstück angekauft wurde und von Bauland/Agrar auf reines Bauland umgewidmet werden soll, um dort ein kleineres Projekt zu realisieren.

Dieter Reinfrank ist prinzipiell nicht gegen das Projekt, er würde aber die Umwidmungskosten „einem Bauträger umhängen“, wie er wörtlich betont. Die Umwidmung wurde gegen sieben SPÖ-Stimmen und eine Enthaltung doch beschlossen. „Die Kosten der Umwidmung werden alleine durch die Wertsteigerung des Grundstückes durch diese Umwidmung wieder hereingebracht“, meinte Reinisch.