Erstellt am 29. September 2015, 15:32

von Josef Rittler

A4: Geisterfahrer in der Rettungsgasse. Eine Kollision zweier Pkws löste weiteren Unfall aus. Zufahrt der Feuerwehr durch undisziplinierte Lenker blockiert.

Zwei Lkws waren so stark beschädigt, dass sie geborgen werden mussten.FF Bruck  |  NOEN

Beim Knoten Fischamend war es zu einem Zusammenstoß zweier Pkws gekommen, in dessen Folge sich rasch ein Stau bildete. Dieser wurde rund eineinhalb Kilometer vor der Ausfahrt Fischamend zum Schauplatz einer weiteren Kollision, in die zwei Sattelzüge und eine Sattelzugmaschine verwickelt waren.

Das vorderste der Schwerfahrzeuge, ein mit Maiskörnern beladener Sattelzug, blieb als einziges fahrbereit und konnte seine Fahrt selbstständig fortsetzen, die beiden anderen Lkws wurden bei dem Zusammenstoß derart an der Hinterachse beziehungsweise der Radaufhängung beschädigt, dass eine Bergung durch die Feuerwehr und eine private Firma notwendig war, wie die Feuerwehr Bruck berichtet.

Bei dem Unfall waren rund 150 Liter Diesel ausgeflossen, der von der Feuerwehr gebunden wurde, um Fahrbahn und Erdreich vor Verschmutzung zu bewahren. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, der Rückstau während der Bergung reichte bis Parndorf zurück.

„Die Zufahrt der Einsatzfahrzeuge aus Bruck gestaltete sich äußerst schwierig“, so Einsatzleiter Claus Wimmer. Zahlreiche Lenker hielten sich nicht an die Regeln zur Bildung der Rettungsgasse und blockierten die anrückenden Feuerwehrfahrzeuge. Wie der im Stau stehende ORF-Moderator Wolfram Pirchner im Internet erbost berichtete, fuhren etliche Lenker sogar die Rettungsgasse retour – sie werden als Geisterfahrer angezeigt.