Erstellt am 05. Februar 2016, 05:03

von Theresa Puchegger

Absage an Asfinag. Der Gemeinderat entschied sich gegen Umwidmung für Autobahnstraßenmeisterei, um Landschaft nicht zu beeinträchtigen.

Der gewünschte Standort der Asfinag an der B 211 zwischen Pachfurth und Bruck  |  NOEN, privat

Eine Autobahnstraßenmeisterei hatte die Asfinag in Pachfurth geplant – kommen wird diese aber nicht. Denn der Gemeinderat der Marktgemeinde Rohrau verweigerte der Asfinag bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch die dafür nötige Umwidmung der zirka 2,5 Hektar großen Ackerfläche in Bauland-Betriebsgebiet.

Der Gemeinderat rund um VP-Bürgermeister Herbert Speckl habe „nach langen und reiflichen Überlegungen einstimmig beschlossen, keine Umwidmung für die Asfinag vorzunehmen“.

Landschaft soll nicht beeinträchtigt werden

Diese Entscheidung, so Speckl, habe vielfältige Gründe. Zum einen wolle man eine Beeinträchtigung der Landschaft durch die Betriebsansiedlung der Asfinag verhindern. Immerhin seien direkt gegenüber vom gewünschten Standort an der B211 bereits einige Betriebe angesiedelt. Man wolle deshalb nicht, dass die Landschaft „auch noch auf der rechten Seite durch die Ansiedlung von Betrieben beeinträchtigt“ werde. Außerdem will man die Ackerfläche erhalten, zumal nicht weit entfernt im ECO-Plus-Park noch ausreichend gewidmetes Bauland-Betriebsgebiet vorhanden sei.

Zum anderen hat sich die Marktgemeinde im Zuge der „Gemeinde 21“, einem Projekt zur Dorferneuerung, dazu entschlossen, in Zukunft Entwicklungen hin zu einer Wohn- und Erholungsgemeinde setzen und keinesfalls eine Industrie- und Betriebssitzgemeinde werden zu wollen.