Bruckneudorf

Erstellt am 13. Oktober 2016, 03:11

von Otto Havelka

Eiertanz um Flüchtlingscontainer in Bruckneudorf. Bis Ende Oktober sollte das Areal der Flüchtlingscontainer winterfest gemacht werden. Nun wurde das Projekt gestoppt.

Weiter Rätselraten um die Flüchtlingscontainer.  |  NOEN, Havelka

Rund 100.000 Euro wollte das Innenministerium noch vor zwei Wochen lockermachen, um „auf Vorschlag des Verteidigungsministeriums“ das Areal mit den Flüchtlingscontainern in der Lagerstraße zu überdachen und damit winterfest zu machen.

„Das ist unwirtschaftlich“, sagt nun der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Oberst Michael Bauer, „das Projekt ist gestoppt.“

Ein wesentlicher Grund für den Widerruf sei, dass der Pachtvertrag für das Grundstück zwischen Verteidigungs- und Innenministerium nur bis Jahresende verlängert wurde, so Bauer.

Der Meinungsschwenk sorgt jedenfalls für neue Spekulationen, das Ganze artet allmählich zu einem Eiertanz aus.

Gemeinde will Areal kaufen

Noch vor wenigen Monaten beteuerte der Sprecher Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck, das Container-Dorf für rund 80 Flüchtlinge werde zu einer dauerhaften Einrichtung (die NÖN berichtete).

Nun wurde der Pachtvertrag aber nur um ein halbes Jahr verlängert. Das wiederum steht im Gegensatz zu einer Vereinbarung aus dem Vorjahr, wonach die Flüchtlingscontainer überhaupt nur für ein halbes Jahr aufgestellt werden sollten.

SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker schöpft nach der Absage der Überdachung der Container neue Hoffnung: Die Gemeinde hat schon vor einem Jahr ihr Interesse an einem Kauf des Grundstückes (das derzeit zum Truppenübungsplatz gehört) bekundet. Man brauche das Areal dringend für eine Erweiterung des Bauhofes, so Dreiszker.

Nun könnte dieser Deal bis Jahresende zustande kommen. „Es sieht gut aus“, so Dreiszker. Als Grundeigentümer könnte die Gemeinde die Flüchtlingscontainer räumen lassen. Vonseiten des Verteidigungsministeriums gibt es dafür noch keine Bestätigung. „Wir verhandeln mit dem Innenministerium über eine weitere Nutzung des Geländes“, sagt Oberst Bauer.

Demnächst kommt Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil zu Besuch.