Erstellt am 11. November 2015, 05:32

von Susanne Müller

Museum: Ultimatum für das Denkmalamt. Denkmalamt spricht nun von Vermessung und Befundung des gesamten Gebäudes. Museumsverein will Zeitplan einhalten.

 |  NOEN

Bis vor kurzem war für die Pläne, das ehemalige Bezirksgericht und Rathaus in der Stefaniegasse in ein Zeitgeschichte-Museum umzuwandeln, alles auf Schiene (die NÖN berichtete mehrfach).

Zwischen Gemeinde und Museumsverein war man sich über die künftige Nutzung einig. Am Mietvertrag wurde bereits im Detail gefeilt. Für die vorgesehenen Änderungen am Gebäude wurde bereits eine Teilvermessung und Teilbefundung durchgeführt. Die Architektenpläne liegen vor. Geplant war ein baldiger Baubeginn, denn schon im April 2017 soll die Eröffnung stattfinden.

Museumsvereins-Obmann verärgert 

Noch ausständig ist die Zustimmung des Bundesdenkmalamts zu den Änderungen, vor allem zum Zubau im Innenhof. Von dort wurde nun jedoch eine umfassende bauhistorische Befundung des gesamten Gebäudes eingefordert.

Einigermaßen verärgert reagierte Museumsvereins-Obmann Kurt Helmreich auf die Nachricht des Denkmalamts: „Von einer Gesamtbefundung als unabdingbare Notwendigkeit für einen positiven Bescheid war nicht die Rede“, so Helmreich, der befürchtet, dass eine komplette Vermessung und Befundung des Gebäudes sehr langwierig und auch kostenintensiv werden könnte.

Er selbst und Heinz Klein, der das Projekt mit einem beträchtlichen Betrag unterstützt, wollen jedenfalls daran festhalten, spätestens Ende Jänner 2016 mit den Bauarbeiten beginnen zu können. „Falls dieser Termin auf Grund von Auflagen nicht zu halten ist, ziehen wir uns aus diesem Projekt zurück“, spricht Helmreich ein klares Ultimatum aus. Bei einer Begehung am 23. November mit dem Landeskonservator sollen nun alle Details besprochen und die Pläne fürs Museum vor Ort erläutert werden.