Erstellt am 11. Februar 2016, 05:53

von Josef Rittler

Verirrt: Jungschwan aus Bachbett gerettet. Der etwa einjährige Vogel schwamm bei Hochwasser in das Gewässer und konnte dann nicht mehr wegfliegen.

Tierarzt Christian Hofmann und Walter Glöckel mit dem Jungschwan.  |  NOEN, Foto: Umweltwacht

Wieder musste die Umweltwacht zugunsten der heimischen Vogelwelt ausrücken. Nachdem in den letzten Tagen eine Taube gerettet worden war, ein Schwan konnte leider nur mehr tot geborgen werden, wurde der Einsatzleiter der NÖ Umweltwacht, Walter Glöckel, am Freitagabend gegen 20 Uhr über einen Schwan informiert, der sich seit einigen Tagen in einem eng begrenzten Bachbett in der Kurgemeinde befinden sollte.

Es stellte sich heraus, dass der etwa einjährige Wasservogel während des Hochwassers vor einigen Tagen von der Donau offensichtlich bis zu dieser um die 650 Meter entfernten Stelle geschwommen war. Dann sank das Wasser wieder. Wegen des seichten, schmalen Bachbettes, das zudem an beiden Rändern von Betonwänden eingefasst ist, konnte der große Vogel nicht mehr wegfliegen. Tierarzt Christian Hofmann von der Tierklinik Hainburg wurde alarmiert. Er wusste von einem ähnlichen Ereignis, das sich vor Jahren zugetragen hatte, zu berichten.

Jungschwan wieder in Freiheit entlassen

„Da der Jungschwan in der Nacht schlafend angetroffen wurde, hielten wir es in Absprache mit dem Tierarzt für das Beste, den Schwan erst am nächsten Morgen wieder zurück zur Donau zu bringen“, schildert Walter Glöckel. Die Rettungsaktion wurde von drei Mitgliedern der Umweltwacht sowie Tierarzt Hofmann durchgeführt.

Der Jungschwan wurde geborgen, untersucht, zur Donau transportiert und dort wieder in die Freiheit entlassen. „Im Gegensatz zum letzten Einsatz, wo erst vor Kurzem ein etwa zweijähriger Schwan nach einem Unfall, bei dem sein Kopf unter Wasser geriet, ertrank und nicht mehr wiederbelebt werden konnte, diesmal eine Rettung, die zur Freude aller Beteiligten von Erfolg gekrönt war“, so Glöckel.