Erstellt am 05. November 2015, 05:07

von Susanne Müller und Josef Rittler

Bar-Guide: Der Bezirk hat die Top-Locations. Am Freitag wurde der Bar- and Spiritsguide in der Wiener Hofburg präsentiert. „Taro“ und „My Way“ wieder ganz vorne dabei.

Gerald Straus hat mit seinem „Taro“ wieder eine Top-Bewertung geschafft. Neu ist seit Oktober die Barkarte und das hausgemachte Tonic.  |  NOEN, Havelka

Die beiden Aushängeschilder der Bar-Szene im Bezirk konnten auch heuer überzeugen. Die American Bar Taro in Bruck hat sogar noch einen Punkt zulegen können und wird mit 87 Punkten im neuen Falstaff Bar- and Spiritsguide als eine der besten Bars des Landes geführt.

Was dabei noch gar nicht berücksichtigt wurde, ist die seit Anfang Oktober neu erschienene und überarbeitete Barkarte mit großem Gin- und Whiskey-Sortiment und hausgemachtem Tonic-Water des Besitzers Gerald Straus. Der ist freilich stolz auf die neuerliche Top-Bewertung im Falstaff-Guide.

„Das erste Jahr hatte natürlich so eine Art Wow-Effekt: Top 25 von den besten 150 Bars Österreichs lässt schon ein bisschen die Brust anschwellen, ermutigt und gibt Energie, die eingeschlagene Richtung – Schwerpunkt wieder auf Cocktails der gehobeneren Klasse und internationale Barkultur – weiter fortzusetzen“, so Straus.

Im Vorjahr kam dann die Bestätigung und heuer noch einmal eine Steigerung. „Aber ohne Publikum geht‘s nicht“, verweist Straus auf das Publikumsvoting, das neben einer Fachjury aus geheimen Testern einen Hauptanteil der Bewertung ausmacht.

Bar und Cocktail boomen wieder

„Und das Feedback ist enorm. Die Bar und der Cocktail erfahren in den letzten Jahren wieder einen Boom, weil die Leute wieder vermehrt darauf schauen, dass sie um ihr Geld auch Qualität bekommen“, so Straus.

Über eine erstklassige Bewertung darf sich auch das von Spitzenbarkeeper Peter Weintögl etablierte „My Way“ in Hainburg freuen. „Wir sind nach wie vor die beste Bar Niederösterreichs und als Lounge-Bar unter die besten drei Bars in Österreich gereiht worden“, ist Weintögl zu Recht mit der Bewertung von 90 Punkten zufrieden. Er selbst mixt allerdings nicht mehr im „My Way“.

„Wir haben im Sommer Nachwuchs bekommen, da habe ich nicht mehr so viel Zeit und bin quasi in Barpension gegangen.“ Das Lokal werde jetzt von jungen Leuten geführt und befinde sich in einer Übergangsphase.

Weintögl hat aber den hochprozentigen Getränken nicht entsagt: Gemeinsam mit dem Wiener Barkeeper-Kollegen Reinhard Pohorec vertreibt er unter der Marke „Pontica red Vermouth“ einen roten Wermut. Der Erfolg kann sich auch hier sehen lassen: Schon im ersten Jahr holte er damit eine Silbermedaille bei der Londoner „Wine & Spirits International Competition“.