Erstellt am 22. Juni 2016, 03:25

von Susanne Müller

Bauder-Werk um 30 Millionen in Betrieb. Eröffnung: Der Stuttgarter Dachspezialist hat in Bruck den ersten Standort außerhalb Deutschlands errichtet - und denkt schon an Ausbau.

Werksleiter Rainer Stögbauer, Bürgermeister Richard Hemmer, Marc Bauder, Petra Bohuslav, Gerhard Bauder und Helmut Miernicki beim symbolischen Durchtrennen des Eröffnungsbandes.  |  NOEN, Daniel Hinterramskogler

"Wir waren von Anfang an Feuer und Flamme" erzählt Brucks Bürgermeister Richard Hemmer bei der Eröffnung des neuen Bauder-Werks im Westen der Stadt.

Als man in Bruck erstmals davon Wind bekam, dass sich der Stuttgarter Dach-Spezialist Bauder für einen Standort in Bruck interessiert, hatte man offenbar gleich das richtige Gespür. Zwei Jahre später hat die Familie Bauder in die Errichtung ihres siebenten Werks, dem ersten außerhalb Deutschlands, ganze 30 Millionen Euro investiert und mit den ersten 30 Mitarbeitern den Betrieb aufgenommen. „Wir werden sukzessive aufstocken. Es dauert etwa ein halbes Jahr, bis wir im Vollbetrieb sind“, erklärt Paul-Hermann Bauder.

Und sein Bruder Gerhard Bauder blickt schon wieder in die Zukunft: „Wir haben gleich alles auf Zuwachs ausgelegt. Ich bin zuversichtlich, dass das Werk ein sehr erfolgreicher Bauder-Standort wird.“ Abgedeckt werden soll hier die Produktion für Österreich und Osteuropa von Produkten für Abdichtungen, Wärmedämmung und Energiegewinnung für das Dach.

In erster Linie handelt es sich dabei um Bitumenbahnen, von denen Bauder im Brucker Werk 130 verschiedene Arten herstellt.

Die Standortwahl sei dabei einfach gewesen, betont Gerhard Bauder: „Die geographische Lage Brucks eignet sich hervorragend für die Belieferung Österreichs und Südosteuropas und das große Engagement aller Verantwortlichen vor Ort sprachen für das Industriegebiet Bruck West.“ Aber auch wegen der gemeinsamen Sprache und der Rechtssicherheit habe man Bruck vor Standorten in den Nachbarländern den Vorzug gegeben.

Der Stadt selbst war die Ansiedelung des Dachspezialisten und die großflächige Erschließung des angrenzenden Industriegebiets auch einiges wert. 2,5 Millionen Euro wurden von der Gemeinde dafür in die Hand genommen. Und auch das Land und Ecoplus hatten sich intensiv um das deutsche Familienunternehmen bemüht.

Erfreut zeigte sich daher auch Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki: „Bei solchen Unternehmen kann es uns um einen Wirtschaftsstandort Niederösterreich nicht bang werden.“

Und Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav betonte: „Mit der Bauder GmbH konnten wir einen weiteren Global Player von den Qualitäten des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich überzeugen und einen zusätzlichen Leitbetrieb für die Region gewinnen. Das macht uns sehr stolz.“