Erstellt am 01. Januar 2016, 05:58

von Theresa Puchegger und Josef Rittler

Beitritt statt Neubau. Kläranlage / Die Errichtung einer eigenen Anlage ist vorerst vom Tisch. Man will stattdessen der Verbandskläranlage Bruck/Neusiedl beitreten. WOLFSTHAL/BERG / Das Projekt Verbandskläranlage nahm in den vergangenen Wochen eine überraschende Wendung:

Wolfsthal und Berg könnten demnächst der Kläranlage des Abwasserverbandes Bruck/Neusiedl beitreten.  |  NOEN, privat, Klement

Das Projekt Verbandskläranlage nahm in den vergangenen Wochen eine überraschende Wendung: Die bereits sicher scheinende Errichtung einer gemeinsamen Anlage von Wolfsthal und Berg mit den burgenländischen Gemeinden Kittsee, Edelstal und Pama scheint nun doch immer unwahrscheinlicher zu werden. Es hat sich für die fünf Gemeinden, die einen Abwasserverband bilden, nämlich eine neue Möglichkeit aufgetan: Man könnte der Verbandskläranlage in Bruck beitreten. Laut Wolfsthals VP-Bürgermeister Gerhard Schödinger ist diese Variante „wohl die günstigste von allen“.

Es müssten zwar neue Leitungen verlegt werden, mit einem Abwasserpreis von rund 67 Cent pro Kubikmeter liegt das Angebot aber weit unter den Forderungen der Kläranlage Petržalka und auch die Errichtung einer eigenen Anlage würde langfristig teurer ausfallen. So würden sich die Kosten für die anderen Varianten laut Schödinger auf 72 bis 99 Cent pro Kubikmeter belaufen.

Vor allem in Petržalka forderte man mit 92 Cent pro Kubikmeter deutlich höhere Abwassergebühren. Beschlossene Sache ist der Beitritt zwar noch nicht, laut Schödinger sind die Pläne dazu aber „schon sehr weit gediehen. Die Ziviltechniker und die Geschäftsführung des Abwasserverbandes schauen sich das gerade intensiv an.“

„Nach Prüfung aller Möglichkeiten zeigt sich für die Gemeinden, dass die sicherste und wirtschaftlichste Variante in der Ableitung zur Kläranlage des Abwasserverbandes Bruck/Neusiedl liegen wird“, so auch Bergs Bürgermeister Georg Hartl (SP).