Erstellt am 22. Juni 2016, 04:30

von Jutta Hahslinger

Betrunken: Attacke auf offener Straße. Gericht: "War der Rausch", begründet 22-Jähriger, warum er auf der Straße einen Fremden attackierte. Urteil: Ein Jahr auf Bewährung.

 |  NOEN, Symbolbild

"Schon die Auswahl des Opfers - ein Hüne von einem Mann - zeigt, dass Sie bei der Attacke nicht ganz bei Sinnen gewesen sein können, oder Sie wollten Prügel beziehen", meint Richter Manfred Hohenecker zum Beschuldigten beim Anblick des Opfers im Zeugenstand.

"Ich war besoffen", gibt der 22-Jährige aus Bruckneudorf zu. An die Geschehnisse am 18. Februar dieses Jahres in Bruck will er sich nicht mehr so ganz erinnern können.

Das Opfer, ein 35-jähriger Ungar mit kräftiger Statur, erinnert sich umso besser: "Ich kenne ihn nicht. Nichts Böses ahnend ging ich auf der Straße, als mich plötzlich jemand von hinten ansprang. Ich schüttelte den Angreifer ab, aber da sprang er mich von vorne an und drohte, mich abzustechen. Es gelang mir, ihn zu Boden zu bringen und festzuhalten, bis die von einem anderen Passanten alarmierte Polizei eintraf."

Auch gegenüber den Polizeibeamten zeigte der 22-Jährige keinen Respekt und versuchte, sich wagemutig ins Kampfgeschehen zu werfen. Erfolglos, er landete in der Ausnüchterungszelle.

Der junge Bruckneudorfer wurde wegen Körperverletzung, gefährlicher Drohung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt.