Erstellt am 27. April 2016, 05:14

von Susanne Müller und Gerald Burggraf

„Chance ist intakt“. Unterstützer von Van der Bellen glauben an dessen Sieg. Niedrigste Wahlbeteiligung in Fischamend und Hainburg.

Im Grünen-Stadtbüro in Schwechat wurden die Ergebnisse noch lange diskutiert. Im Bild: Gemeinderat Manfred Smetana (r.).  |  NOEN, Burggraf

Ähnlich wie beim Österreich-Ergebnis blieb das Rennen um Platz zwei zwischen Alexander Van der Bellen und Irmgard Griss auch im Bezirk Bruck und im Teilbezirk Schwechat bis zuletzt spannend.
„Ich bin sehr froh, dass es Alexander Van der Bellen in die Stichwahl geschafft hat“, zeigte sich Roman Kral, Chef der Grünen im Bezirk Bruck, am Montag zuversichtlich, dass Van der Bellen den zweiten Wahlgang für sich entscheiden wird können.

„Auch wenn der Abstand zu Hofer groß ist, die Chance ist intakt. Jetzt kommt es darauf an, zu zeigen, wer der bessere Kandidat für dieses Amt ist“, so Kral. Seine Parteikollegin aus dem Teilbezirk Schwechat, Brigitte Krenn, ist ebenfalls optimistisch: „Ich freue mich, dass es Alexander Van der Bellen in die Stichwahl geschafft hat.“ Nun gehe es um „laufen, laufen und laufen“.

„Großparteien“ blieben meist unter 20 Prozent

Für SPÖ und ÖVP war in den meisten Gemeinden des Brucker Bezirks nicht einmal die 20 Prozent-Marke zu knacken. Allein in Hundsheim und Mannersdorf schaffte Rudolf Hundstorfer 23 bzw. 21 Prozent. Andreas Khol kam überhaupt nur in Prellenkirchen auf knapp 22 Prozent. Bei der Wahlbeteiligung stach vor allem Hainburg mit nur 63,8 Prozent hervor. Den höchsten Wert erreichte Hundsheim mit 77,1 Prozent.

Dieser Wahlbeteiligung kommen im Teilbezirk Schwechat nur die 75,8 Prozent aus Rauchenwarth nahe. Dort konnte VP-Kandidat Andreas Khol mit 24,7 Prozent auch das mit Abstand beste Ergebnis einfahren.
Die niedrigste Wahlbeteiligung gab es in Fischamend (63 Prozent) sowie in Schwechat (63,3 Prozent). In der Braustadt bekam FP-Kandidat Norbert Hofer übrigens alleine mehr Stimmen (41 Prozent) als die Vertreter der Regierungsparteien SPÖ und Grüne zusammen (17,1 bzw. 19,6 Prozent).