Erstellt am 27. April 2016, 05:04

von Susanne Müller, Josef Rittler und Gerald Burggraf

FP-Hofer gewinnt in jeder Gemeinde. Die Ergebnisse im Bezirk Bruck und im Teilbezirk Schwechat liegen im Trend. Jubel bei den FP-Bezirksparteien.

Die Schwechater FP-Funktionäre Helmut Jakl, Wolfgang Zistler, Andrea Kaiser und Günther Neuhold freuen sich mit Norbert Hofer.  |  NOEN, Foto: Gerald Burggraf

Schon am Nachmittag, als die ersten Gemeinden ihre Ergebnisse meldeten, zeichnete sich ab, was die Hochrechnung um 17 Uhr bestätigte: Der Bezirk Bruck und der Teilbezirk Schwechat liegen ganz im Österreich-Trend. FP-Kandidat Norbert Hofer hatte in allen Gemeinden die Nase vorne. In den Parteizentralen der früheren sogenannten Großparteien machte sich angesichts dieses flächendeckenden FP-Erdrutschsiegs freilich herbe Ernüchterung breit.

Als „schlimm und wirklich schmerzlich“ bezeichnet Schwechats SP-Bezirksvorsitzender Gerhard Razborcan das Ergebnis von Rudolf Hundstorfer. Auch wenn man im Teilbezirk über dem Bundesergebnis liege, gebe es nichts zu beschönigen.

Brucks SP-Chefin Christa Vladyka zeigte sich auch am Wahlabend noch überzeugt davon, dass „unser Kandidat Rudolf Hundstorfer der geeignete Kandidat gewesen wäre. Es tut mir irrsinnig leid, dass er nicht in die Stichwahl gekommen ist.“

Ergebnis klares Zeichen der Wähler

Gedämpft ist die Stimmung auch in der Bezirksgeschäftsstelle der ÖVP in Bruck. „Ich habe nach einer Wahl schon mehr gelacht“, meint Bezirksobmann Gerhard Schödinger angesichts des Abschneidens von VP-Kandidat Andreas Khol. Aber zumindest liege das Bezirksergebnis in Bruck weit über dem Bundestrend.

Für Ernst Schüller, VP-Sprecher im Teilbezirk Schwechat, stelle das Ergebnis ein klares Zeichen der Wähler dar. Die Regierungsparteien müssten Probleme und Themen nun rasch angehen.

Jubelstimmung herrschte naturgemäß bei den Freiheitlichen. „Das ist ein klares, eindeutiges Votum, mit dem in diesem grandiosen Ausmaß nicht zu rechnen war“, freute sich Brucks FP-Bezirksparteio-bmann Werner Herbert. Für ihn sei Norbert Hofer nicht nur „das wahre Gesicht der FPÖ, sondern auch der Präsident der Herzen“.

Über das außerordentlich gute Ergebnis im Raum Schwechat ist auch Bezirksobmann Wolfgang Zistler überrascht. Er sieht nun sehr gute Chancen für die Stichwahl in etwas mehr als drei Wochen.