Erstellt am 22. Mai 2016, 18:54

von Susanne Müller

Bezirk Bruck: Hofer hat in allen Gemeinden die Nase vorne. Der Brucker Bezirk hebt sich deutlich vom Österreich-Ergebnis ab, hier zeigt sich vielmehr ein ähnliches Bild wie beim ersten Wahlgang.

ABD0028_20160522 - PINKAFELD - …STERREICH: FP…-PrŠsidentschaftskandidat Norbert Hofer nach der Stimmabgabe zur BundesprŠsidentenwahl am Sonntag, 22. Mai 2016, in Pinkafeld. - FOTO: APA/ERWIN SCHERIAU  |  NOEN, APA
FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hat in allen Gemeinden mehr Stimmen bekommen als der von den Grünen unterstützte ehemalige Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen, wenngleich sein Vorsprung deutlich geringer ausfiel als bei der ersten Wahl.

Insgesamt gaben im Brucker Bezirk 13.017 Menschen Hofer ihre Stimme, 9.243 kreuzten am Stimmzettel Van der Bellen an. Dabei hatten sich noch in der Woche vor der Wahl auch zahlreiche Politiker von SPÖ und ÖVP dem Unterstützungskomitee für Van der Bellen angeschlossen.

Etwa der SP-Bürgermeister der Bezirkshauptstadt Bruck, Richard Hemmer, hatte mit Nachdruck an die Brucker appelliert, Van der Bellen zu wählen. Letztendlich gaben hier dann aber 54,4 Prozent ihre Stimme Norbert Hofer. Noch deutlicher ging das Match in Wolfsthal aus, wo VP-Bürgermeister und Bezirksobmann Gerhard Schödinger ebenfalls eine Wahlempfehlung für Van der Bellen abgegeben hatte. Dort wählten dennoch 61,3 Prozent den FP-Kandidaten.

Die Wahlbeteiligung hat sich im Vergleich zum ersten Wahlgang kaum verändert: 70,6 Prozent der 33.033 Wahlberechtigten fanden am Sonntag den Weg ins Wahllokal beziehungsweise hatten sich eine Wahlkarte ausstellen lassen.