Bruck an der Leitha , Mannersdorf am Leithagebirge , Fischamend , Schwechat

Erstellt am 11. August 2017, 09:30

Schwere Schäden nach Unwetter, vier Stunden-A4-Sperre. Heftige Unwetter in der Nacht auch heute bescherten den Feuerwehrleuten eine schlaflose Nacht.

Laut Bezirks-Feuerwehrsprecher Christian Schulz dauerten die Einsätze am Vormittag noch an. In Sarasdorf wurde ein Dach abgedeckt und stürzte auf eine Stromleitung. Die Feuerwehr Mannersdorf wurde bis nach Unterwaltersdorf alarmiert.

Laut ORF NÖ gab es die größten Schäden in der Infrastruktur der EVN-Tochter Netz Niederösterreich in Teilen der Innenstadt von Bruck. Dort dauerte es vom späten Abend bis in die frühen Morgenstunden, bis die Stromversorgung wiederhergestellt wurde. Begründet wurde das damit, dass das Dach eines Umspannwerks vom Sturm abgetragen worden war. Der Regen hatte daraufhin einen Kurzschluss verursacht.

Massive Probleme auf der Ostautobahn

In der Bezirkshauptstadt ist zudem derzeit noch die Zufahrt von der B10 zur Innenstadt über den Leithagürtel gesperrt, da Baumteile auf die Straße gestürzt sind. Sowohl Bruckmühlpark als auch Harrachpark sind gesperrt, weil mehrere 100 Jahre alte Bäume schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Autos wurden durch herabfallende Dachziegeln beschädigt. In der Feldgasse wurde sogar ein Dach weggeweht.

Massive Probleme gab es in der Nacht auf der Ostautobahn A4. Die Richtungsfahrbahn Ungarn der A4 war bei Fischamend von 22.45 Uhr bis 2.30 Uhr und somit fast vier Stunden lang gesperrt, berichtete Asfinag-Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla. Geknickte Bäume seien in die Fahrbahn hineingeragt, zudem immer wieder Äste auf selbige gestürzt. Autofahrer mussten im Stau ausharren.

Bei den Aufräumarbeiten wurden auch Schneepflüge aufgeboten. Unterstützend war für die vier Stunden auch die Fischamender Feuerwehr im Einsatz. „Drei Mal mussten wir auf die A4 ausrücken“, berichtet Verwalter Alexander Travnik. Insgesamt gab es elf Einsätze für die Kameraden.

Fischamend war im Abschnitt Schwechat-Land auch die am stärksten betroffene Gemeinde, wie Abschnitts-Kommandant Erhard Schaden berichtet. Vor allem wegen der Einsätze auf der A4. Darüber hinaus wären zwar die Feuerwehren im Einsatz gewesen, im Großen und Ganzen handelte es sich aber nur um Sturmschäden, wie umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste.

In der Stadtgemeinde Schwechat war die Feuerwehr ebenfalls mehrfach gefordert, den ersten Einsatz gab es am Donnerstagabend um 18 Uhr. Bis Freitagfrüh verbuchte man zehn Einsätze, einem ging ein Blitzschlag auf der B10 voraus. Zudem wurde man für Aufräumarbeiten gerufen, am Alanovplatz wurde ein großer Baum entwurzelt. „Hagelschäden und Überschwemmungen blieben dieses Mal glücklicherweise aus“, berichtet Sprecher Maximilian Puhane.