Erstellt am 20. Januar 2016, 05:53

von Susanne Müller

Befragung: Wunsch nach Öffis wird laut. Die Verkehrssituation in der Stadt und im Umland birgt einigen Handlungsbedarf. Nächster Schritt: Lösungsvorschläge.

 |  NOEN, Robert Heilinger/Wikimedia

Welche Möglichkeiten könnte es in Bruck für Mikro-ÖV geben? Dieser Frage widmet sich die Stadtgemeinde seit dem Vorjahr gemeinsam mit dem Energiepark Bruck. Gemeint sind mit Mikro-ÖV lokale und kleinstregionale Systeme des öffentlichen Verkehrs. Der erste wesentliche Schritt zur Grundlagen-Erhebung liegt nun vor. Der Energiepark hat dafür eine umfangreiche Mobilitätsbefragung in Bruck und Bruckneudorf durchgeführt.

Insgesamt zeigte sich Ralf Roggenbauer vom Energiepark bei einer ersten Präsentation der Ergebnisse vor allem mit der Rücklaufquote sehr zufrieden. 762 ausgefüllte Fragebögen entsprechen etwa 16 Prozent der Bevölkerung. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, so Roggenbauer. „215 Personen nutzten auch die Möglichkeit, eigene Kommentare abzugeben. Das verdeutlicht, wie wichtig dieses Thema der Bevölkerung ist“, betont VP-Verkehrsstadtrat Peter Zemann.

Zu Fuß gehen und Radfahren 

Als Hauptziele der Befragten erwiesen sich dabei das Stadtzentrum und die Einkaufszentren am Stadtrand. Zu Fuß gehen und Radfahren ist beliebt, trotzdem spielt auch das Auto eine wichtige Rolle. Und genau auf diese Gruppe zielt das Mikro-ÖV-Projekt ab. Eines der vorrangigen Ziele ist schließlich die Reduktion des PKW-Verkehrs im Stadtgebiet, der vor allem am Raiffeisengürtel in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

Darüber, wie auch über die Einbahnregelung im Stadtzentrum, beklagten sich viele der Befragten. Bekrittelt wurden auch vielfach fehlende Verbindungen und Radwege ins Eco-Plus-Areal sowie nach Wilfleinsdorf.
Mit Hilfe der Befragungsergebnisse sollen nun drei mögliche Varianten von Mikro-ÖV-Systemen für Bruck ausgearbeitet werden.