Bruckneudorf , Bruck an der Leitha

Erstellt am 14. Juni 2017, 05:35

von Susanne Müller und Otto Havelka

In den Volksschulen wird der Platz knapp. 25 Prozent der Schüler dürfen laut Vertrag aus Bruckneudorf kommen. Diese Zahl ist aber längst überschritten.

Symbolbild  |  Fotosr52/Shutterstock

Die beiden Brucker Volksschulen kommen bereits seit einiger Zeit an ihre Kapazitätsgrenzen. „Für das nächste Schuljahr konnten wir noch jeweils zusätzliche Klassen in den bestehenden Räumlichkeiten unterbringen“, so Brucks SP-Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Gerhard Weil auf NÖN-Anfrage. Die Zahl der Schüler steigt stetig. Bruck selbst verzeichnet steigende Einwohnerzahlen. Vor allem aber wächst die Schülerzahl aus Bruckneudorf überproportional. Und in den nächsten Jahren sind noch mehrere hundert neue Bewohner in der Großgemeinde zu erwarten, wenn die geplanten Wohnbau-Projekte realisiert werden.

Für die Volksschulen bedeutet das, dass die 25-Prozent-Quote für Bruckneudorf, die seinerzeit in einer Rahmenvereinbarung zwischen den beiden Gemeinden festgelegt wurde, mittlerweile längst überschritten ist. An Lösungen werde aber bereits gearbeitet. „Wir befinden uns seit eineinhalb Jahren in Gesprächen“, so Weil, der klarstellt: „Längerfristig muss wohl eine weitere Volksschule gebaut werden.“

"Wir setzen auf eine gemeinsame Lösung"

Mit den Plänen für eine Volksschule am Areal der Bruckneudorfer „erbse“ (die NÖN berichtete) sei man diesem Ziel schon einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Hier wurden bereits mehrere Varianten diskutiert. Bruckneudorf könnte die Schule für die eigenen Kinder bauen oder eben einen dritten Standort eröffnen, an dem Brucker und Bruckneudorfer Kinder gemeinsam die Schulbank drücken. Das Platzproblem würden beide Varianten lösen. „Nur für die Brucker Schüler hätten wir in unseren Schulen noch genug Kapazitäten“, so Weil, der aber betont: „Wir setzen aber natürlich auf eine gemeinsame Lösung.“

Bis die neue Schule fertig ist, könnte sich das Platzproblem aber noch zuspitzen. „Wenn nötig, wird es eine Zwischenlösung geben müssen“, so Weil. Spätestens in einem halben Jahr müsse man sich für das Schuljahr 2018/19 ansehen, wie mit den Raumressourcen das Auslangen gefunden werden kann.

In Bruckneudorf hat SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker mittlerweile den Start einer Volksschule auf das Schuljahr 2020/21 revidiert. „Zur Not wird es eine Zwischenlösung mit Containern oder einer Übergangsklasse im Hort geben“, meint er.

Umfrage beendet

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