Erstellt am 14. Januar 2016, 05:28

von Susanne Müller

„Ein neuer Anfang“. Installierung des neuen evangelischen Pfarrers Jan Magyar war ein hoffnungsvoller Neustart – für ihn und die Gemeinde.

Pfarrer Jan Magyar: „Es ist eine große Ehre für mich, dass ich heute einen Neubeginn feiern kann.“  |  NOEN, Müller

| In der evangelischen Matthäuskirche herrschte am Sonntagnachmittag so dichtes Gedränge wie schon lange nicht. Die Amtseinführung des neuen Pfarrers Jan Magyar wurde von zahlreicher Prominenz aus dem Bezirk, aber auch von einer großen Zahl an Gemeinde-Mitgliedern mitverfolgt.

Die ersten Monate, in denen Magyar bereits mit seiner neuen Gemeinde an deren Wiederaufbau nach den letzten, turbulenten Jahren gearbeitet hat, tragen demnach bereits Früchte. Nicht umsonst stand die Dankbarkeit für einen „neuen Anfang“ nicht nur im Zentrum der Worte, die Magyar an die Gemeinde richtete. Die Aufbruchsstimmung war bei so gut wie jeder Wortmeldung spürbar.

Gemeinde muss sich erst selbst finden 

Der stellvertretende Superintendent Karl-Jürgen Romanowski berief sich auf den Brief des Apostels Paulus an die Korinther: „Alle Glieder sind ein Leib.“ Dieser „ganzheitliche Ansatz“ sei auch in der Pfarrgemeinde gefragt. „Schon der Name Bruck-Hainburg zeigt, dass die Pfarre zwei Brennpunkte hat“, so Romanowski. „Viele Pfarrerwechsel und eine hohe Fluktuation in der Gemeindevertretung“ habe dazu geführt, dass die Gemeinde sich nun selbst erst finden müsse. „Da ist es gut, dass sie gerade diesen Pfarrer bekommen hat“, betonte Romanowski.

Jan Magyar selbst, ein gebürtiger Slowake, der nach der Heirat mit einer Katholikin das Pfarreramt in der Slowakei nicht mehr bekleiden durfte, betonte: „Ich danke Gott, dass ich und meine Familie eine neue Chance bekommen haben. Heute ist ein neuer Anfang.“

Er will seine Schwerpunkte in Zukunft vor allem auf die Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, die Familiengottesdienste in beiden Kirchen sowie die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Schulen, Vereinen und der slowakischen Minderheit legen. „Ich bin der evangelischen Kirche in Österreich dankbar für ihr Vertrauen – und der Pfarrgemeinde, die mich mit offenen Herzen empfangen hat.“