Erstellt am 12. November 2015, 05:48

von Otto Havelka

Gedächtnisverlust zum Schief-Lachen. Die Brucker Bühne feierte mit dem Niavarani-Lustspiel „Reset – Alles auf Anfang“ eine viel umjubelte Premiere.

Christian Vymetal träumt als Malermeister Klapsch von Jamaika und sorgt mit seinen Bonmots für viele Lacher.  |  NOEN, Havelka
Geschäftsmann Herbert Huber (Peter Windholz) hat genug. – Genug von seiner hysterischen Ehefrau Maria (Elisabeth Riesner), von seiner Sekretärin und Geliebten Stefanie (Sabine Hackl), die unbedingt ein Kind will, und von seinem enterbten homosexuellen Halbbruder Eduard (Gottfried Pschill), der kurzerhand bei ihm einzieht.

Als sein bester Freund Martin (Markus Lingfeld) zwei Millionen Euro Schwarzgeld bei ihm verstecken will, fingiert Gruber einen totalen Gedächtnisverlust, will mit dem Geld durchbrennen und alles hinter sich lassen. Doch auch die Sippschaft wittert ihre Chancen: Jeder will dem Mann ohne Erinnerung weismachen, ein anderer zu sein. Nur Malermeister Klapsch (Christian Vymetal) nicht, den Gruber ins Vertrauen zieht. Der will dafür mit ihm nach Jamaika abhauen.

Ein atemberaubendes Finale ist vorprogrammiert, zumal auch noch Zivildiener Roland (Swen Tesarek) mitmischt, der sich nicht sicher ist, ob er noch im Drogenrausch ist oder nicht.
In der mit Wortwitz und Situationskomik reich bestückten Komödie von Michael Niavarani und Roman Frankl laufen die sieben Darsteller allesamt zur Hochform auf. In dem an Tempo kaum zu überbietenden dritten Akt gehen auf der eigens gezimmerten Bühne die Türen ständig auf und zu und jagt eine Pointe die nächste. – Prädikat: Sehenswert (falls die Tränen vor Lachen es zulassen).