Bruck an der Leitha

Erstellt am 05. April 2017, 04:19

von Susanne Müller

JVP entfacht Debatte um neue Event-Halle. JVP-Führung fordert Errichtung einer Veranstaltungshalle. Stadtchef Hemmer argumentiert mit fehlenden finanziellen Mitteln.

Obmann Felix Krupbauer, Alexander Koch, Leonard Brassat, Lisa Jahner, Nicolas Praschinger positionieren sich mit einem ersten Thema, das vielen unter den Nägeln brennt, auf inhaltlicher Ebene.  |  privat

Die JVP hat sich erst vor Kurzem neu formiert und schon macht das neue Team rund um Obmann Felix Krupbauer mit einer ersten Forderung von sich hören, die gleich jede Menge Zündstoff birgt. Die JVP will sich für eine neue Veranstaltungshalle einsetzen. So lautet jedenfalls das erklärte Ziel laut jüngstem Vorstandsbeschluss der neuen Stadt-JVP.

„Ein Neubau ist absolut notwendig und längst überfällig“, so Obmann Felix Krupbauer. Als Bezirkshauptstadt werde Bruck weiter wachsen und müsse deshalb in der Lage sein, eine entsprechende Halle für größere Veranstaltungen bereitzustellen. Besonders kritisch sehen die aktuelle Situation auch die Schulsprecher der Bundesschulen, Leonard Brassat (Gymnasium) und Nicolas Praschinger (HAK), da die Schulbälle der Bundesschulen seit Jahren in einer anderen Ortschaft stattfinden müssen.

„Der Neubau soll nicht in dicht bebautem Gebiet errichtet werden, um Lärmbelästigung vorzubeugen und außerdem sollte ausreichend Parkfläche zur Verfügung stehen. Als Richtwert soll eine Kapazität von 600 bis 1.000 Personen gelten“, so die Forderung der VP-Jugend.

 "Sie sollen einen Standort und eine Finanzierung vorschlagen, dann machen wir das gerne.“ 
SP-Bürgermeister Richard Hemmer  

Der Beschluss im Gemeinderat, die Ausschreibung des Projekts und der tatsächliche Bau würden ohnehin noch Jahre in Anspruch nehmen. Umso wichtiger sei es, rechtzeitig die Weichen für eine neue Veranstaltungshalle zu stellen. „Der Gemeinderat hat den richtigen Zeitpunkt verschlafen, diese Notwendigkeit darf nicht länger ignoriert werden“, so Krupbauer. Bruck hat bereits jetzt über 8.000 Einwohner und müsse als Bezirkshauptstadt in der Lage sein, neben Bällen oder Feiern auch Kongresse und Versammlungen zu ermöglichen, um den Anforderungen einer wachsenden Stadt gerecht zu werden.

SP-Bürgermeister Richard Hemmer stimmt der Jungen VP inhaltlich zu, allerdings: „Sie sollen einen Standort und eine Finanzierung vorschlagen, dann machen wir das gerne.“ Derartige Forderungen habe es immer wieder gegeben. „Wir würden es auch gerne machen, aber man muss Prioritäten setzen. Wir haben das Rathaus umgesetzt, jetzt kommt die Burg. Und unter fünf Millionen Euro tut sich bei einer Halle nichts, immerhin bräuchten wir ja auch ein Grundstück dafür“, so Hemmer.