Erstellt am 27. Mai 2016, 05:34

von Susanne Müller

Maßnahmen-Paket für das Stadtbild. Stadtkern soll mit Blumenschmuck und Sitzgelegenheiten optisch aufgewertet werden. Ehemaliger Amtsdirektor spendete.

Brucks ehemaliger Stadtamtsdirektor Franz Kohn spendete der Stadt bereits eine neue Schubertlinde im Wert von 1.000 Euro. Nun legte er weitere 1.000 Euro für Blumenschmuck dazu. Am Foto mit Fritz Gutzellnigg, Annemarie Kapuy, Gerhard Wenk, Harald Schiller, Gerhard Weil und Richard Hemmer.  |  NOEN, Foto: Müller

 Blumenschmuck an den Straßenlaternen, Bepflanzungen der Rabatte – die Innenstadt präsentiert sich seit einigen Tagen merkbar behübscht. „Wir haben bewusst mit der Bepflanzung gewartet, bis die letzten Frosttage vorbei waren“, betont SP-Bürgermeister Richard Hemmer, nicht zuletzt im Bezug auf einen NÖN-Artikel vor einigen Wochen, in dem eine Bruckerin offen Kritik am Erscheinungsbild der Brucker Innenstadt geübt hatte.

Der neue Blumenschmuck sei nur ein Teil eines ganzen Pakets an Maßnahmen, das man für die Innenstadt vorgesehen habe. „Es ist zwar kein hochtrabendes gartenarchitektonisches Konzept, aber wir haben mit Landschaftsplaner Helmut Lehner eine ganze Reihe von Maßnahmen definiert“, so Hemmer. Dazu gehören neue Sitzgelegenheiten, Blumentröge, neue Tannen für den Schulpark, zusätzliche Radständer und die Neugestaltung des Vorplatzes bei der Pechnase. „Das wäre auch sonst unser Ziel, aber im Jubiläumsjahr wollen wir die Innenstadt natürlich besonders herausputzen“, so Hemmer.

„Die Stadt würde sich Grünflächen-Paten wünschen“

Einen beträchtlichen Beitrag dazu hat der ehemalige Brucker Stadtamtsdirektor Franz Kohn geleistet. Nachdem er schon eine neue Schubertlinde um rund 1.000 Euro finanziert hatte, um die alte abgestorbene Linde zu ersetzen, machte er der Stadt zu seinem 90. Geburtstag nun ein weiteres Geschenk: 1.000 Euro für Blumenschmuck.

„Es ist höchst anerkennungswürdig, dass es Bürger gibt, die auf diese Weise einen Beitrag leisten. Mögen möglichst viele Brucker seinem Beispiel folgen“, so Hemmer. Wenngleich er einräumt, dass die Unterstützung nicht unbedingt durch Geldleistungen erfolgen müsse. Vorstellen könne er sich etwa auch eine Initiative zur Grünflächen-Pflege. „Die Stadt würde sich Grünflächen-Paten wünschen“, unterstreicht auch Bauamtsleiter Harald Schiller.

Darüber hinaus erklärte Kohn sich spontan bereit, auch die geplante Sanierung des Kriegerdenkmals im Schulpark zu unterstützen. „Ich war selbst ein Kriegsteilnehmer und es tut mir weh, wenn ich das Denkmal so sehe“, so Kohn.