Erstellt am 11. Mai 2016, 05:14

von Otto Havelka

Rathaus: Barrierefreiheit und mehr Bürgerservice. Mit der Eröffnung des umgebauten Rathauses wurde eines der größten Bauprojekte der vergangenen Jahre abgeschlossen.

Eröffneten feierlich das revitalisierte Rathaus: SP-Vizebürgermeister Gerhard Weil, BME-Geschäftsführer Harald Eisterer, Landeshauptmann Erwin Pröll, SP-Bürgermeister Richard Hemmer und Bezirkshauptmann Peter Suchanek.  |  NOEN, Havelka
Mit einem rauschenden Fest wurde am vergangenen Freitag das umgebaute Rathaus offiziell eröffnet. Das Ergebnis des neun Millionen Euro-Projektes – 1,4 Millionen steuerte das Land Niederösterreich bei – sei „eine wunderschöne Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft“, lobte Landeshauptmann Erwin Pröll in seiner Festrede.

SP-Bürgermeister Richard Hemmer bezeichnete das revitalisierte Stadtamt als „Quantensprung durch die Barrierefreiheit und das neu eingerichtete Bürgerservice-Zentrum“. Dieses befindet sich im Erdgeschoss des modernen Zubaus zum denkmalgeschützten Gebäude, wobei auch wertvolle Reste des historischen Mauerwerks architektonisch integriert wurden.

Innenhof und Vorplatz auch als Veranstaltungsorte 

Im ersten Geschoss über den revitalisierten Arkaden sind die politische Verwaltung und der Trauungssaal untergebracht, im 2. Stock die Buchhaltung und eine Mietwohnung. Im hinteren Teil des Gebäudes wurden Räumlichkeiten für Büros und Ordinationen vermietet.

Innenhof und Vorplatz „können nun auch als Veranstaltungsorte genutzt werden“, ergänzt Harald Eisterer, Geschäftsführer der Firma BME-Baumanagement, die für das Projekt verantwortlich zeichnet und schon 2003 bei einem Architekturwettbewerb zum Rathausumbau als Sieger hervorging. Mit dem Umbau wurde allerdings erst vor knapp zwei Jahren begonnen.

Bürgermeister Hemmer hob in diesem Zusammenhang hervor, dass alle Beschlüsse des Gemeinderates zum Rathausumbau „einstimmig getroffen wurden“.

„Eine der dynamischsten Regionen Europas“

Landeshauptmann Pröll bezeichnete die Eröffnung des Rathauses auch als Signal für die wachsende Bedeutung der Stadt. Die Gunst der Stunde habe Bruck und Niederösterreich vom Rand der freien Welt in seine Mitte gerückt. „Die Stadt liegt in einer Region mit unglaublich vielen Chancen“, so Pröll. Die Region zwischen Wien und Bratislava sei „eine der dynamischsten Regionen Europas“ und auch durch die Bezirkszusammenlegung werde Bruck weiter an Bedeutung gewinnen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden auch verdiente ehemalige Gemeinderatsmitglieder geehrt. Auch Landeshauptmann Pröll erhielt zur Feier des Tages den Goldenen Ehrenring der Stadt Bruck.
Bürgermeister Richard Hemmer durfte sich seinerseits über einen handgeknüpften Teppich mit dem Stadtwappen von Zadeh Behrooz Zarif und über eine Skulptur der Künstlerin Octavia Hanel freuen.

Die Bildhauerin wohnt in Bruckmühl in Bayern – seit 42 Jahren Partnerstadt von Bruck – und überbrachte das Geschenk mit Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter. Teppich und Skulptur sollen Ehrenplätze im Rathaus erhalten.