Erstellt am 02. März 2016, 05:34

von Susanne Müller

Wenig Resonanz auf Projekt für Familien. Die Gemeinde will (noch) familienfreundlicher werden. Aufruf zur Mitarbeit der Bevölkerung blieb bisher ungehört.

Ideen sammeln für Maßnahmen, die die Familienfreundlichkeit der Gemeinde weiter fördern könnten: Sozialstadträtin Sabine Simonich mit Prozessbegleiterin Gabriele Bröthaler, Stadterneuerungsbetreuer Alexander Kuhness, Gemeindevertretern und interessierten Bruckerinnen und Bruckern.  |  NOEN, Müller

Es war gleich nach ihrer Angelobung eine der ersten Bemühungen von SP-Sozialstadträtin Sabine Simonich. Bruck soll zur „familienfreundlichen Gemeinde“ zertifiziert werden. Zu diesem Behufe nahm Simonich im Vorjahr an einem Seminar teil und meldete Bruck für die Zertifizierung an (die NÖN berichtete).
 

Bereits im Herbst fand eine erste interne Veranstaltung zu diesem Thema statt, bei der der Ist-Stand der Angebote in der Gemeinde erhoben wurde. Darauf aufbauend wurden mit den amtlichen Nachrichten Fragebögen an alle Haushalte ausgeschickt. Darin sollten die Brucker zu mehreren konkreten Themen von der Kinderbetreuung bis hin zum Freizeitangebot angeben, wie wichtig ihnen diese sind und wie zufrieden sie bislang damit sind. Schon da hielt sich der Rücklauf mit nur 26 beantworteten Fragebögen in engen Grenzen.

Ziel-Umsetzung binnen drei Jahren

Am Donnerstag war nun die Bevölkerung zum aktiven Brainstorming mit den Gemeindevertretern und Prozessbegleiterin Gabriele Bröthaler ins Stadttheater eingeladen. Die Veranstaltung war im Vorfeld durchaus beworben worden. Dennoch kamen gerade mal eine Handvoll Leute, um sich über das Thema „Familienfreundliche Gemeinde“ auszutauschen.

„Der Plan war, möglichst an alle Brucker heranzukommen“, erklärte Bröthaler. Schließlich gelte es, die Meinungen und Ideen der Bevölkerung zu sammeln. „Das Ziel ist, die Familienfreundlichkeit der Gemeinde bedarfsgerecht zu unterstützen“, so Bröthaler. Dafür sollen konkrete Ziele definiert und innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden. Danach wird evaluiert – sind alle Vorhaben erfüllt, erhält die Stadt die Zertifizierung „Familienfreundliche Gemeinde“.

Die Maßnahmen sollen dabei alle Lebensphasen berücksichtigen – von der Jungfamilie mit einem Säugling bis hin ins hohe Alter. Die Handlungsfelder reichen von Beratung und Betreuung über Gesundheit, Bildung und Mobilität bis hin zu Arbeit und Wirtschaft. Schon bei der Erhebung des Ist-Zustands stellte sich heraus, dass Bruck in vielen Bereichen bereits gut aufgestellt ist. Ideen für Maßnahmen konnten am Donnerstag dennoch einige gesammelt werden. Daraus und aus weiteren Fragebogen-Auswertungen sollen nun Ziele definiert werden.