Erstellt am 03. Mai 2016, 08:46

von NÖN Redaktion

Brucker Feuerwehr testet Funkverkehr. Zum bereits dritten Mal beteiligten sich am Sonntag die Feuerwehrkameraden Susanne Huber und Sven-Erik Janc an der österreichweiten ??Notfunkübung der Funkamateure.

Kommandant Claus Wimmer und Stadtrat Siegfried Steurer-Thimm mit Susanne Huber und Sven-Erik Janc.  |  NOEN, Feuerwehr Bruck an der Leitha
Dabei wurden die Kommunikationsmöglichkeiten über Kurzwelle beim Ausfall wichtiger Infrastruktur wie z. B. Strom aus dem Netz oder Telefon- und Internetverbindung getestet und trainiert.


 
Eine Kombination von privater Amateurfunkausrüstung mit der Infrastruktur des Feuerwehrgeländes bildete die temporäre Funkstation mit dem Rufzeichen OE3YOS/3. Mit lediglich 100 Watt Leistung konnten über eine 40  Meter lange Drahtantenne, welche am Schlauch- und Übungsturm befestigt war, insgesamt 111 Verbindungen zu 49 politischen Bezirken in allen neun Bundesländern gemacht werden. Neben der Abwicklung des Funkverkehrs wurden somit auch der Stations- und Antennenaufbau sowie die Notstromversorgung getestet. Der zuständige Sicherheits-Stadtrat Siegfried Steurer-Thimm (VP) wie auch Kameraden der Brucker Feuerwehr zeigten sich sehr interessiert und informierten sich vor Ort über die Möglichkeiten der Kommunikation im Krisenfall.
 
Funkamateure proben regelmäßig die Verbindungsmöglichkeiten auf den ihnen zugeteilten Frequenzen und sind somit die letzte Rückfallebene, wenn alle anderen Kommunikationskanäle versagen. In den letzten Jahren waren Helfer mehrmals bei internationalen Schadensereignissen auf Kurzwelle im Einsatz, beispielsweise nach dem schweren Erdbeben in Nepal 2015 oder der Eiskatastrophe 2014 in Slowenien.