Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:27

von Otto Havelka

100 Studenten planen für die Erbsenfabrik. Ein Studienprojekt der Universität Wien schürt neue Spekulationen über die Zukunft der denkmalgeschützten Erbsenfabrik.

Studenten entwickelten visionäre Konzepte für das Areal der ehemaligen Erbsenfabrik.  |  NOEN, Foto: NÖN
Offiziell ist es „nur“ ein Studienprojekt für junge Studenten im 3. Semester: Rund hundert angehende Raumplaner und Architekten verbrachten vergangene Woche einen Tag in der Erbsenfabrik, um visionäre Konzepte nicht nur für das Areal des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes, sondern auch für den Großraum Bruckneudorf zu entwerfen.

„Wir suchen immer wieder interessante Gebiete für solche Projekte“, erklärt Simone Rongits, Lehrbeauftragte am Institut für Raumplanung an der Universität Wien. Konkrete Zielsetzungen gäbe es dabei keine, manchmal kämen aber auch interessante Projekte heraus, die umsetzbar wären.

Pachtvertrag mit Kulturverein aufgelöst

Das Projekt verleitet allerdings zu Spekulationen: Simone Rongits ist die Nichte von Josefine Reindl. Die Friedrich Reindl Agrarhandel GmbH ist Eigentümerin des Areals mit der Erbsenfabrik und sucht schon seit Längerem nach Käufern dafür. Der Pachtvertrag mit dem Kulturverein „erbse“ wurde zu Jahresbeginn aufgelöst.

Seither versucht der ehemalige „erbse“-Organisator Roman Kral, mit einem neuen Verein „Erbsenfabrik“ das ehemalige Kulturzentrum zu beleben. Die Gemeinde Bruckneudorf hat einen Ankauf bislang aus Kostengründen abgelehnt. SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker: „Wir schauen uns die Konzepte an. Vielleicht ist etwas Realisierbares dabei.“