Bruckneudorf

Erstellt am 13. April 2017, 04:06

von Otto Havelka

Finissage: Ein Fußabdruck der modernen Kunst. Die erste Ausstellung des Museums- und Kulturvereins Kaisersteinbruch im Gemeindeamt wurde feierlich geschlossen.

Mario Schlembach las pointenreich aus seinem Roman „Dichtersgattin“.  |  Havelka

Es war ein kleines, aber feines Stelldichein der zeitgenössischen Kunst: Am vergangenen Freitag wurde im Rahmen einer Finissage nach einem Monat die Ausstellung des Museums- und Kulturvereins Kaisersteinbruch (MuK) „Featuring Kaisersteinbruch # 1“ beendet.

Wie die NÖN berichtete, wurden im Gemeindeamt ausgewählte Werke eines internationalen Symposiums, das 2016 in Kaisersteinbruch stattfand, ausgestellt.

Zum Ende dieser Premiere gab es eine feierliche Finissage im voll besetzten Festsaal des Gemeindeamtes. Der junge Pianist Nicon Mladin wartete mit Chopins „Nocturne“ und Kompositionen von Leos Janacek auf. Dazwischen las der Sommereiner Mario Schlembach aus seinem neuen Roman „Dichtersgattin“.

Schlembach ist ein hervorragender Interpret

Vor allem Schlembach sorgte beim Publikum für Begeisterung. Zum einen weil sein Roman „Dichtersgattin“, in dem die „Hochkultur“-Fanatikerin Hedwig einen mitunter skurrilen Monolog über ihren Mann Hubert hält, während er an ihrer Seite bei der Biennale in Venedig stirbt, mit köstlichen Pointen die österreichische Seele und Kulturlandschaft seziert. Zum anderen weil Schlembach auch ein hervorragender Interpret seiner eigenen Texte ist.

Im Herbst dieses Jahres steht in Kaisersteinbruch das nächste von derzeit drei fixierten internationalen Symposien auf dem Programm.