Bruckneudorf

Erstellt am 12. April 2017, 03:53

von Otto Havelka

Weiter Diskussionen: Nachwehen zu Feuerwehr. Die Gründung einer eigenständigen Feuerwehr sorgt weiterhin für Diskussionen – vor allem auf politischer Ebene.

Links: Grünen-Obmann Gerhard Mölk will lieber mit der Feuerwehr Bruck kooperieren.; Rechts: SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker: „Eigene Feuerwehr ist eine super Sache. Wir sind kein Dorf mehr.“  |  Havelka

Zwar stimmten alle Fraktionen im Gemeinderat für die Gründung einer eigenständigen Feuerwehr, dennoch sorgt diese nun für einige Polit-Debatten. Wie die NÖN berichtete, wurde erst mit Jahresbeginn ein sogenannter „Löschzug“ als Abteilung der Feuerwehr Kaisersteinbruch installiert. Nur drei Monate später wurde beschlossen, daraus eine eigenständige Feuerwehr zu machen.

Nun schickt sich das Thema an, zu einer ersten Spielwiese für die kommenden Gemeinderatswahlen im Herbst zu werden.

"Sind für einen Großeinsatz noch nicht geschult"

„Die Umsetzung war – aber wohl in Hinblick auf die diesjährigen Gemeinderatswahlen – ein Schnellschuss. Statt gut geplant und wohlüberlegt war das Motto wohl eher „quick and dirty“, meldete sich der Obmann der Bruckneudorfer Grünen, Gerhard Mölk, via Facebook zu Wort. (Die Grünen werden bei der kommenden Gemeinderatswahl erstmals in Bruckneudorf kandidieren.)

Seiner Meinung nach wäre eine Kooperation mit der Feuerwehr des benachbarten Bruck effizienter und billiger. Dazu komme laut Mölk, der selbst Feuerwehrkommandant ist, dass die neuen Mitglieder zwar derzeit ausgebildet werden, „für einen Großeinsatz aber noch nicht geschult sind“.

SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker hält die Feuerwehrgründung dennoch für eine „super Sache“. Die Gemeinde werde demnächst rund 3.500 Einwohner zählen. „Wir sind kein Dorf mehr.“