Bruck an der Leitha

Erstellt am 19. Mai 2017, 02:58

von Otto Havelka

Bilder und Anekdoten zum Brucker Lager. In einem voluminösen Bildband wird die Geschichte des Truppenübungsplatzes (TÜPl) dokumentiert.

Stadtarchivarin Petra Weiß las aus ihrem umfassenden Buch „150 Jahre Brucker Lager“.  |  NOEN, Havelka

Rund zwei Jahre lang arbeitete Stadtarchivarin Petra Weiß an einer umfassenden Dokumentation zum Thema „150 Jahre Brucker Lager“. Herausgekommen ist ein großformatiger Bildband mit knapp 500 Seiten und 700 Bildern, die die Geschichte des Brucker Lagers und heutigen Truppenübungsplatzes zeigen. Kurze Texte und Originalzitate aus Zeitungen und Dokumenten vergangener Zeiten sollen zusätzlich zum Lesen einladen. Präsentiert wurde das Werk am vergangenen Freitag im Veranstaltungssaal des Truppenübungsplatzes (TÜPl).

„Das Brucker Lager nimmt in der österreichischen Militärgeschichte einen wichtigen Platz ein“, erklärt Autorin Petra Weiß. Nach langen Verhandlungen bezüglich der Grundablöse bezogen 1867 die ersten Truppen das Lager. Von diesem Zeitpunkt an erhielten hunderttausende Soldaten hier ihre Ausbildung. Während der Österreichisch-Ungarischen Monarchie wurden sie aus allen Nationen des Vielvölkerstaates eingezogen.

„Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der Monarchie wurde vieles zerstört und abgetragen“, erzählt Weiß.

Während des Zweiten Weltkrieges erfolgte eine bedeutende Vergrößerung des Truppenübungsplatzes und es kamen Soldaten aus dem Deutschen Reich zur Ausbildung. „Ab 1945 war das Lager zehn Jahre von der Roten Armee belegt, und seit 1955 diente es wieder dem Österreichischen Bundesheer als Ausbildungsstätte“, fasst Weiß zusammen.

Insgesamt haben sich 27 Gemeinden mit jeweils 750 Euro an der Finanzierung des aufwendigen Bildbandes beteiligt. Bruck und Bruckneudorf steuerten je 3.000 Euro bei. Seitens der Gemeinde Bruck kommen dazu die Personalkosten für Stadtarchivarin Weiß. Unterstützung gab es auch von der Landwirtschaftskammer Burgenland.

Mit 30 Euro ist der Preis für den Schmöker jedenfalls eine Okkasion. Erhältlich ist das Buch in der Stadtbücherei Bruck und in der Buchhandlung Riegler.