Erstellt am 23. Dezember 2015, 17:31

von APA/Red

Bürgermeister gegen geplantes Quartier in Kaserne. Die Bürgermeister von Götzendorf, Sommerein und Mannersdorf haben am Mittwoch in einem Brief an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ihren Unmut über das geplante Asylquartier am Areal der Wallenstein-Kaserne in Götzendorf/Leitha kundgetan.

Die Gemeinden lehnen die Schaffung von Massenquartieren in der Region ab, hieß es in dem Schreiben, das der APA vorliegt.

Kritisiert wird insbesondere die Aufstellung von Containern für Flüchtlinge im Freilandbereich. Die mediale Berichterstattung über das geplante Containerdorf am Kasernenareal habe bei den betroffenen Gemeinden "zu erheblichen Irritationen" geführt.

Gegen Massenquartiere

Man sei sich der problematischen Situation in der Asyl- und Flüchtlingsfrage durchaus bewusst. "Wir werden uns bemühen, in den betroffenen Gemeinden zusätzliche Quartiere zu schaffen. Wir sprechen uns aber massiv gegen Massenquartiere aus", sagte Karl Zwierschitz, Bürgermeister von Sommerein, auf APA-Nachfrage. Details zum geplanten Containerdorf in der Wallenstein-Kaserne wisse man nicht, das Innenministerium habe die betroffenen Bürgermeister noch nicht kontaktiert.

Mikl-Leitner nutzt ihr "Durchgriffsrecht", um an acht Bundesheer-Standorten in der Steiermark, im Burgenland, in Kärnten sowie Nieder- und Oberösterreich und in Tirol Asylquartiere zu schaffen. Proteste gegen die vorerst auf ein halbes Jahr befristete Verordnung gab es neben Niederösterreich auch in anderen Bundesländern. In Niederösterreich sollen auch am Fliegerhorst Brumowski in Tulln Flüchtlinge untergebracht werden. Die Quartiere sollen laut einem Sprecher des Innenministeriums nur geöffnet werden, wenn die Länder ihre "Betreuungsquote" nicht von sich aus erfüllen.