Erstellt am 17. November 2015, 04:43

von Adalbert Mraz

Carnuntum: "Stern in der Limes-Krone". Eine Delegation aus Archäologiepark Carnuntum und Bundesdenkmalamt stellten Gemeindevertretern in Bad Deutsch Altenburg das Projekt vor.

Armin Haderer, Hans Wallowitsch, Markus Keprt, Ernest Windholz, Franz Pennauer, Reinhard Hohenegger, Hermann Terscinar, Martin Krenn, Franz Humer, Eduard Pollhammer, Klaus Köhrer.  |  NOEN, Foto: Adalbert Mraz

SP-Bürgermeister Hans Wallowitsch lud zu einer Informationsrunde betreffend "Weltkulturerbe Carnuntum". VP-Bürgermeister Franz Pennauer, VP-Gemeinderätin Hermine Hofmeister, VP-Gemeinderat Reinhard Hohenegger, Gemeinderat Ernest Windholz und Klaus Köhrer vom Team Altenburg, FP-Gemeinderat Markus Keprt und Hermann Terscinar von Wir Altenburger folgten der Einladung.

Martin Krenn vom Bundesdenkmalamt, Franz Humer und Eduard Pollhammer vom Archäologischen Park Carnuntum sowie Armin Haderer stellten das Projekt vor und auf vorliegenden Plänen zeigten sie die betroffenen vorgesehen Flächen auf.

Wie die NÖN schon berichtete, stieß man im Zuge der Ortsentwicklungspläne auf Vorhaben des Archäologischen Parks Carnuntum, die mit den Plänen des Kurortes korrelierten.

Gemeinden müssen gemeinsamen Weg gehen

Krenn erklärte die Voraussetzungen für die Aufnahme in den erlauchten Kreis der Weltkulturerbe-Träger. Er betonte: „Die Verleihung des Titels ‚Weltkulturerbe‘ ist ein komplexes Thema und bedarf einer sorgfältigen Auseinandersetzung mit allen Beteiligten und ein verbindliches Kommitment der betroffenen Gemeinden ist notwendig.“

Die Stärken von Carnuntum sind die größten und gut erhaltenen unzerstörten archäologischen römischen Strukturen. Franz Humer dazu: „Wir arbeiten prospektiv, um Schutzzonen zu definieren. Die Kernsubstanz für die weitere Forschung muss sichergestellt werden. Untersuchungen haben neue wissenschaftliche Erkenntnisse gebracht, die wir bei einer eignen Pressekonferenz präsentieren werden.“

Von Interesse ist der Einfluss der Prospektion auf die Eigentumsrechte. „Im Zuge von Planungen setzt der archäologische Prozess ein und unsere Beratung erfolgt ohne Verzögerung und kostenlos“, erläuterte Krenn.

„Carnuntum ist das Kerngebiet und ein
wichtiger Punkt des gesamten Limes
und wird ein Stern in der Krone sein“
Martin Krenn

Armin Haderer zum Projekt: „Die Würdigung der Themen hat sich in den letzten Jahren geändert. Mit dem Korridor ist für Bad Deutsch Altenburg eine gute Lösung gefunden worden und ich empfehle der Gemeinde die Umsetzung des Konzeptes.“

Wallowitsch abschließend: „In der Lösung sehe ich die Möglichkeit einer baulichen Erweiterung. Wenn wir zusätzlich das Prädikat „Weltkulturerbe“ bekommen, steht einer touristischen Weiterentwicklung des Kurortes nichts entgegen.“

Die Resolution wird für die nächste Gemeinderatssitzung auf die Tagesordnung gesetzt.