Erstellt am 15. September 2015, 15:42

von Gerald Burggraf

Zentraler Standort für Müllsammelzentrum. Statt jeweils eine in Enzersdorf und Margarethen soll es eine große Anlage geben. Auch gemeinsamer Bauhof geplant.

Bis vor kurzem war eine Sanierung oder gar ein Neubau in Margarethen geplant. Nun könnte ein zentrales Abfallsammelzentrum für die gesamte Marktgemeinde realisiert werden.  |  NOEN, Foto: Burggraf

Die gemeindeeigene Infrastruktur in der Marktgemeinde ist für heutige Verhältnisse noch sehr untypisch aufgebaut. Vor allem die Tatsache, dass es sowohl in Enzersdorf als auch in Margarethen je einen Bauhof und ein Abfallsammelzentrum gibt. Andere Gemeinden mit mehreren Katastralorten wie das benachbarte Trautmannsdorf betreiben nur je eine Anlage.

Die Abfallsammelzentren in Enzersdorf und Margarethen sind noch dazu in einem sanierungsbedürftigen Zustand (die NÖN berichtete). Hatte bis vor ein paar Wochen noch die Instandsetzung oberste Priorität, gibt es im Gemeinderat mittlerweile andere Zielsetzungen.

So wurde bei der Sitzung vergangenen Woche ein Grundsatzbeschluss für ein zentrales Abfallsammelzentrum und einen Bauhof gefällt. In den kommenden zwei Monaten soll nun ein geeigneter Standort gesucht werden. „Wir könnten so unnötige Doppelgleisigkeiten beseitigen“, sieht ÖVP-Bürgermeister Markus Plöchl den Plan positiv.

Umsetzung  2017 realistisch

Eine gemeinsame Lösung mit Sammelzentrum und Bauhof macht auch für den zuständigen SPÖ-Gemeinderat Michael Grill Sinn. „Wir werden damit nun in die zuständigen Ortsausschüsse gehen“, erläutert er. Eine Einzelsanierung der Abfallzentren würde jedenfalls sehr kostenintensiv ausfallen. „Wir reden hier von bis zu 350.000 Euro, bei den Summen können wir auch schon über einen Neubau nachdenken“, so Grill. Der neue Standort soll außerhalb beider Ortschaften liegen und so zentral wie möglich.

„Im kommenden Jahr wollen wir in die Planung gehen, die Umsetzung wäre 2017 realistisch“, so Bürgermeister Plöchl. Befeuert wurden die Überlegungen auch durch die Fördermöglichkeiten des Gemeindeverbandes für Abfallbehandlung (GABL) im Bezirk Bruck. „Wir würden nur eine Sanierung eines Abfallsammelzentrums gefördert bekommen. Beim GABL favorisiert man jedenfalls ein Zentrum“, betont der Ortschef.

Das bestätigt auch GABL-Geschäftsführer Raimund Holcik auf NÖN-Anfrage. „In jeder Gemeinde ist ein Abfallsammelzentrum vorgesehen. Die Marktgemeinde Enzersdorf hat zwei. Sie haben sich das geleistet, trugen aber auch die Mehrkosten.“