Bruck an der Leitha , Schwechat

Erstellt am 31. Januar 2018, 06:00

von Susanne Müller

Bezirk Bruck: Drei Sitze im Landtag. ÖVP weiter auf Platz eins. SPÖ holt auf. FPÖ verdoppelt sich. Grüne und Neos zufrieden.

Jubel auch bei der ÖVP in Bruck, allerdings weniger über das Brucker Ergebnis als über die Absolute auf Landesebene.  |  Müller

Selten waren nach einer Wahl alle Parteien so zufrieden wie nach dieser Landtagswahl. Der Bezirk wird künftig drei Landtagsabgeordnete stellen: Gerhard Schödinger von der ÖVP sowie Rainer Windholz und Gerhard Razborcan von der SPÖ.

Im Bezirk schnitt die ÖVP zwar etwas schlechter ab als auf Landesebene, mit 41,7 Prozent liegt sie aber immer noch deutlich auf Platz eins. ÖVP-Spitzenkandidat Gerhard Schödinger konnte sich auch über das Ergebnis in seiner Heimatgemeinde Wolfsthal freuen. Dort erreichte die ÖVP 66,3 Prozent der Stimmen und schnitt damit bezirksweit am besten ab. „Ich bin in Wolfsthal sowohl von den Gesamtstimmen als auch von den Vorzugsstimmen begeistert“, zeigte sich Schödinger über die Unterstützung aus seiner Gemeinde glücklich.

Die Brucker Kandidaten Josef Newertal, Rainer Windholz und Sabine Simonich freute sich über das Ergebnis in der Bezirkshauptstadt.  |  Gerald Burggraf

Die SPÖ fuhr in der roten Hochburg Kleinneusiedl mit 50,8 Prozent das beste Ergebnis ein. Bezirksweit kam man auf knapp über 30 Prozent, was einem doch deutlichen Plus von knapp vier Prozent oder 820 Stimmen entspricht. Im NÖ-Vergleich schnitt die SPÖ im Bezirk Bruck sogar am besten ab. Zudem kann sich SPÖ-Spitzenkandidat Gerhard Razborcan über einen größeren Zuwachs als auf Landesebene freuen – und letztendlich auch über ein Direktmandat. „Damit setzen wir ein starkes Signal und es zeigt, dass die Menschen der Region sehr wohl für Veränderung stehen“, jubelt er. Besonderen Jubel gab es bei den Sozialdemokraten in der Bezirkshauptstadt. Denn in Bruck fuhr die SPÖ erstmals seit über 60 Jahren bei einer Landtagswahl mehr Stimmen ein als die ÖVP.

Am deutlichsten zugelegt hat, wie auf Landesebene, auch hier die FPÖ. Das Ergebnis konnte auf 17 Prozent gesteigert und damit fast verdoppelt werden. Bezirksweit am Besten schnitten die Blauen in Bad Deutsch Altenburg sowie in Au ab, hier holte man jeweils rund 22,5 Prozent. Auch in Schwechat, der Heimatstadt von Spitzenkandidat Wolfgang Zistler, erreichte man mit 21 Prozent einen Top-Wert. Zistler zeigte sich erfreut: „Wir konnten das viertbeste Ergebnis in Niederösterreich erreichen und haben in allen Gemeinden ein Plus“.

Bezirksspitzenkandidatin Brigitte Krenn und ihrer Grünen aus Schwechat freuten sich über den Wiedereinzug ihrer Parteikollegen in den NÖ Landtag.  |  Brigitte Wimmer

Die Grünen mussten auf Bezirksebene Verluste hinnehmen und erreichten 6,3 Prozent. Das sind 732 Stimmen weniger als bei der Landtagswahl vor fünf Jahren. Über die meisten Stimmen konnten sie sich in Zwölfaxing und Schwechat freuen. Hier erhielt man jeweils knapp über zehn Prozent. Dennoch mussten sie in der Heimatstadt von Spitzenkandidatin Brigitte Krenn einen geringfügigen Verlust von rund 1,4 Prozent hinnehmen.

Die NEOS können sich bei ihrem ersten Antreten im Bezirk Bruck über ein ähnliches Ergebnis wie auf Landesebene, wo man 5,2 Prozent erreichte, freuen. Mit 2.157 Stimmen erreichten die Pinken 4,7 Prozent. Knapp 358 Stimmen kamen dabei aus Schwechat, wo man knapp 5,4 Prozent erreichte.